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Sandostatin (Biotherapie)

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kasey 09.12.2004, 17:19 Uhr
Therapie / Diagnostik Hallo!
Wenn man nur wenig Somatostatinrezeptoren zu bieten hat (siehe >>hier<<< ), bei dem kann man noch eine symptomatische Therapie versuchen und zwar mit Sandostatin einem Somatostatin-Analoga (=ähnlich).
Somatostatin ist ein Hormon, das von der Hirnanhangdrüse gebildet wird und sich an hormonbildende Zellen bindet und diese an der Hormonfreisetzung hindert.

Herstellerinfo: Sandostatin (ohne Datum)

Sandostatin ist ein nicht radioaktives Somatostatin das man als Monatsdepot verabreicht bekommen kann, es besteht die Möglichkeit das es bereits vorhandene Metastasen am Wachsen hindern kann.
Sandostatin bindet an die Rezeptoren 2 und 5, es gibt fünf verschiedene Somatostatinrezeptoren.
Es laufen zur Zeit Studien unter anderem in Berlin zu SOM230, ein neues "Sandostatin" das an die weiteren Rezeptoren binden kann, dies wird in neueren Studien getestet.
SOM230 - eine klinische Studie

Nebenwirkungen: evtl. Durchfälle, Gallensteine, Übelkeit,

Dieses Sandostatin bekam ich ein Jahr lang gespritzt, leider wird vermutet das es keinen Erfolg brachte, mein Tumormarker stieg langsam weiter. Ob jetzt der Marker schneller gestiegen wäre ohne das Sandostatin, das kann man leider nicht sagen, ich nehme mittlerweile an einer anderen Therapiestudie teil.

Trotz allem brachte ich aber in Erfahrung dass das Sandostatin bei vielen anderen den gewünschten Erfolg brachte und die Metastasen am wachsen höchstwahrscheinlich hindert, jedenfalls ist kein weiterer Anstieg des Tumormarkers Calcitonin beobachtet worden und das Metastasenwachstum scheint stillzustehen. Also ein Versuch ist es allemal wert.

Die Sandostatin-Therapie wird auch als Biotherapie bezeichnet.
In manchen Fällen oder wo es nicht wirkt wird noch versucht dieses Medikament mit Interferon zu kombinieren um die Wirksamkeit zu erreichen oder zu erhöhen, Interferon kann aber zu erheblichen Nebenwirkungen führen.

MfG
Lydia
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