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* 1962, weiblich

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admin 02.11.2004, 09:40 Uhr
Erlebnisberichte Bei mir war das so: Mitte letzten Jahres (2002)veränderte sich meine Stimme, sie "kratzte" manchmal, schwer zu beschreiben. Viele Leute hörten das anfangs gar nicht, aber mir fiel es auf.
Ich war dann bei verschiedene HNO-Ärzten, die aber meinten, ich wäre gestresst und solle weniger reden (ich habe 2 kleine Kinder!!). Einer der HNO' S verschrieb mir dann Ende des Sommers eine Einheit Logopädisches Training (10 Stunden), das ich auch absolvierte. Die Stimme wurde aber immer schlechter. Als ich eines Tages meine Kinder in einem Kino rufen wollte, konnte ich das nicht.
Ging einfach nicht.

Beim anschließenden Besuch beim HNO meinte der nur, noch mal Logopädie dürfe er mir nicht verschreiben, (es kommt ja auch vor, dass Sänger oder Schauspieler, oder solche, die es werden wollen, sich solche Leistungen erschleichen wollen!! so der HNO) und so schickte er mich dann in die Uniklinik Köln.
Da war ich dann richtig.

Bei dem ersten und einzigen Besuch bei der dortigen HNO stellte sich bei einer Ultraschalluntersuchung innerhalb von einer Minute raus, was mein Stimmproblem verursacht: ein Schilddrüsenkarzinom, dass bereits den linken Stimmnerv befallen hatte und in die Lymphknoten metastasiert hatte. 5 Tage später wurde ich operiert und es stellte sich heraus, dass schon viele Lymphknoten befallen waren und eben, dass es sich um ein medulläres SD Karzinom handelte.

Der Chirurg in Köln war sehr gut und erfahren und hat genau das richtige gemacht und sowohl die komplette SD, als auch rechts und links und lateral und weiß der Geier wo alle befallenen Lymphknoten rausgenommen, die er erwischte in einer fast 8-Stündigen OP. Außerdem hat er den linken Stimmnerv entnehmen müssen, der ja befallen war, den rechten konnte er retten. Ich konnte zwar lange nach der OP kaum, bzw. nur sehr leise reden, bis sich der rechte Nerv, der "beleidigt" war, wie der Arzt immer so schön sagte, erholt hatte.

Auch jetzt noch (10 Monate nach der OP) ist meine Stimme anders als vorher, leiser, höher, leiser, aber doch verständlich. Alle paar Monate fahre ich zur Kontrolle nach Heidelberg zu einem dortigen Endokrinologen und ins DKFZ,
inzwischen alle halbe Jahre,. Es gibt immer noch befallene Lymphknoten, der Calcitoninwert ist erhöht und steigend, aber man sieht (noch? hoffentlich nie!!) eine Metastasen an Organen oder den Knochen.
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