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Kurzzusammenfassung Therapiemöglichkeiten und Studien

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admin 06.11.2004, 20:03 Uhr
Therapie / Diagnostik Übertragung aus dem alten Forum
Verfasst von kasey am: So, 20.Jun.04 14:47:20
Hallöchen,

ich habe heute zufällig einen Bericht gefunden, der zusammenfassend alles mir bekannte vorstellt was es auf dem Gebiet der Neuroendokrinen Tumoren, dazu gehören auch die Schilddrüsentumoren, in erster Linie das medulläre SD-Carcinom das ja für die RJT nicht zugänglich ist,
alles für Möglichkeiten und für Studien gibt.

Zuerst erfolgt eine Erklärung des Begriffs "neuroendokrine Tumoren", diese Bezeichnung wir heutzutage schon mehr zusammenfassender gesehen.
Die verschiedenen neuroendokrinen Tumorarten gelten ja doch als "verwandt" miteinander, also können auch andere Therapiemöglichkeiten die schon bei Tumoren zugelassen sind und nachweislich helfen, auch bei andersartigen und doch ähnlichen Tumoren getestet und wenn sie denn wirken auch zugelassen werden.

(Ich habe diesbezügliche schon eine Erfahrung hinter mir, und finde es wird höchste Zeit das das auch was getan wird Näher gehe ich da nicht drauf ein, vielleicht irgendwann später)

Alles in allem geht es in erster Linie um sogenannte "GEP"-Tumoren, Tumoren des Magens (Gastro), Tumoren des Dams (Entero) und Tumoren der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)-- GEP.

Eine Eigenheit dieser Tumoren ist es auch Somatostatin zu bilden. Hier kommen wir zu den Behandlungsmöglichkeiten die sich auch für das medulläre Schilddrüsenkarcinom eröffnen, da dieses ja auch in vielen Fällen Somatostatinrezeptoren auf seinen Zellen hat.

Das bekannte Monatsdepot Sandostatin wird viellerorts eingesetzt.
In der klinischen Erprobung befinden sich bereits neue Somatostatine die einzelne Untereinheiten, sog. Rezeptor-Subtypen, aus der Familie Somatostatin-Rezeptoren gezielt binden können.
Neben diesem sehr gezielten Ansatz gibt es hierzu entgegengesetzt auch Versuche mit dem Einsatz eines neuen, künstlich hergestellten Somatostatin, das alle Somatostatin-Rezeptoren bindet (sog. Pan-Ligand), eine verbesserte Somatostatin-Wirkung zu erreichen. Letztgenannter Pan-Ligand befindet sich aktuell in der Erprobung (SOM 230) und wird aktuell bezüglich seiner Wirksamkeit bei Patienten mit ausgeprägtem Karzinoidsyndrom weltweit erprobt. Ziel ist, mit dieser Substanz sowohl die Hormonaktivität wie auch das Tumorwachstum besser als mit herkömmlichen Substanzen zu kontrollieren.

Neue Behandlungsansätze:

Weitere potentielle Behandlungsmöglichkeiten zeichnen sich durch den Einsatz von Substanzen ab, die gezielt die Zellkernaktivität neuroendokriner Tumore einschränken. In diesem Zusammenhang könnte mittelfristig der Einsatz von sog. COX 2-Inhibitoren (z. B. Vioxx und Celebrex) in Kombination mit anderen Präparaten interessant sein.

Hier werden weiter die Angiogenesehemmer angesprochen.

Es scheint so zu sein dass evtl. die Neuroendokrinen Tumoren eher auf eine Angiogenesetherpie ansprechen als andere Tumoren aufgrund ihrer zahlreichen Gefässbildung die diese Tumorarten für ihren Stoffwechsel benötigen.

Im nächsten halben Jahr soll im Rahmen einer in Berlin und Leicester, Großbritannien, durchgeführten klinischen Studie dieses Konzept auf seine Wirkung hin untersucht werden

Als weitere Behandlungsmöglichkeit wird noch das DOTATOC angesprochen, dabei wird aber auch schon das 90 Yttrium bereits durch 177Lutetium abgelöst
Diese Radionuklide sind über eine sog. chemische Brücke mit dem Somatostatinanalog Octreotid verbunden.

Zum Schluss werden noch die sog. lokal-ablativen Verfahren angesprochen, diese wären die Radiofrequenzinduzierte Thermoblation oder auch die Laserinduzierte Thermotherapie.
Aber auch mit Kälte, also den Tumor einfrieren, funktioniert das Ganze schon.

Bisher existieren hierzu jedoch keine vergleichenden Untersuchungen, um eine endgültige Aussage zur Wertigkeit dieser Verfahren zu erlauben.

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen:

In Heidelberg läuft eine Studie zu dem Thyrosinkinaseinhibitor Glivec, in diese Studie werden Patienten mit medullärem Schilddrüsenkarcinom aufgenommen bei denen nachweislich der Tumor schnell wächst.
Zugelassen ist Glivec bei Leukämie, mal schauen was es beim MTC erbringt.

Quellenangabe:

http://www.net-shg.de/Doc/Event/Berliner_Informationstag_05/Wiedenmann.htm

Bundesorganistation Selbsthilfe NeuroEndokrine Tumoren e.V.

Liebe Grüsse
Lydia
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