Fachhochschule Braunschweig
Fachbereich Sozialwesen

 

 

Diplomarbeit

 

 

Betreuung onkologischer Patienten –

 

Konzepte und Einrichtungen

 

als Diplomarbeit an der
Fachhochschule Braunschweig
 – Fachbereich Sozialwesen –
vorgelegt von:

Sven Fritz
Am Schoderstedter Beek 27
38154 Königslutter am Elm

Matrikel-Nummer 9830051

 

 

Erstprüfer:
Prof. Dr. rer.nat. Wolfgang Kinkel

Zweitprüfer:
Prof. Dr. phil. Dipl. Kfm. Klaus-Jürgen Ulrich

 

 

Königslutter, im Wintersemester 2000/2001


 

 

„Krebs im Jahre 2001: der Killer Nr. 1,
wir sind nicht vorbereitet …“

Prof. Dr. Lothar Weißbach,
Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft
zur Eröffnung des 24. Deutschen Krebskongresses in Berlin

 

 

 

 


Vorwort

Mit der Aufnahme des Studiums der Sozialpädagogik begann ich gleichzeitig eine Ausbildung zum Heilpraktiker. Einer der Gründe war – neben der Leiden­schaft für die Medizin – meine skeptische Einstellung zu der Alternativ­medizin. Mit meiner Frau, die seit längerem Heil­praktikerin ist, führte (und führe) ich häufiger hitzige Diskussionen über deren Glaubwürdigkeit und Wirkung. Dabei entwickelte ich eine Neugier auf die Antworten und den Wunsch, selber einen Weg der Kombination zwischen den Vorteilen der unkonventionellen Medizin und den Erkenntnissen der konventionellen Medizin zu finden. Nach meiner Ausbildung begann mich besonders eine Gruppe von Patienten zu interessieren, die von vielen Therapeuten gemieden wird: Patienten mit Krebs. Gerade hier fand ich viele „alternativmedizinische“ Methoden, deren Anwendung für mich völlig absurd und fahrlässig ist. Aber viele der so behandelten Patienten gaben trotzdem an, von den Methoden überzeugt zu sein. Ich fragte mich, ob man nicht auch mit seriösen Methoden ähnliche Erfolge erzielen könnte. Um eine Antwort zu finden, beschäftigte ich mit auch mit der psychosomatischen Medizin und fand dort im Teilgebiet der Psychoonkologie eine mögliche Lösung.

In meinem Studium widmete ich mich recht intensiv gesundheitlichen Aspekten der Sozialarbeit. Auch Themen des Sozialmanagementes fanden mein Interesse. So begann ich recht bald, mich mit der Frage zu beschäftigen, wie psychosomatische und psychoonkologische Erkenntnisse in der Praxis umge­setzt werden könnten. Vor allem der institutionelle Rahmen dieser Einrichtung regten meine Neugier an, so dass ich mich damit intensiver befasst habe. So reifte bei mir der Entschluss, über dieses Erkenntnisgebiet der Sozialarbeit mein Diplom zu schreiben.

Ich möchte noch in erster Linie meinen Professoren, Herrn Prof. Dr. Kinkel und Herrn Prof. Dr. Ulrich dafür danken, dass sie mir, mit der Annahme dieser Diplomarbeit, die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema gaben. Zum Zweiten danke ich ganz besonders meinem Sohn Robin und meiner Frau Gabi für ihre Geduld während meiner Arbeit an dem Diplom sowie meiner Frau für die Korrektur der Arbeit.

 

Sven Fritz

Inhaltsverzeichnis

1      Einleitung.. 9

2      Medizinische Grundlagen.. 10

2.1       Definition von Krebs. 10

2.2       Entstehung von Krebs. 11

2.3       Epidemiologie von Krebs. 12

2.3.1        Neuerkrankungsfälle. 12

2.3.2        Sterbefälle an Krebs. 12

2.3.3        Trend und Überlebensrate. 13

2.4       Medizinische Versorgung onkologischer Patienten.. 14

2.4.1        Diagnose. 14

2.4.2        Therapie. 14

2.4.2.1     Chirurgie. 14

2.4.2.2     Radiotherapie. 15

2.4.2.3     Chemotherapie. 15

2.4.2.4     Andere Therapien. 15

2.4.3        Nachbetreuungsphase. 15

3      Krankheitskonzept und Coping.. 17

3.1       Laienkonzepte von Gesundheit und Krankheit. 20

3.1.1        Exkurs: Gesundheitsrelevantes Verhalten. 20

3.1.1.1     Modell des Risikoverhaltens. 21

3.1.1.2     Modell der Gesundheitsmotivation und Selbststeuerung. 21

3.1.1.3     Modell der soziokulturellen Benachteiligung. 21

3.1.1.4     Modell des sozialen Vergleichsprozesses. 22

3.2       Auseinandersetzung mit dem Thema „Krebs“. 23

3.3       Krankheitsbewältigung.. 25

3.3.1        Allgemeine Krankheitsbewältigung. 25

3.3.1.1     Pathogenetisches Modell 25

3.3.1.2     Salutogenetisches Modell 26

3.3.2        Krankheitsspezifische Verarbeitung. 26

4      Psychoonkologie.. 28

4.1       Entwicklung und Wurzeln der Psychoonkologie. 28

4.2       Ziele der Psychoonkologie. 29

4.3       Psychoonkologische Methoden.. 31

4.3.1        Methode nach LeShan.. 32

4.3.1.1     Ansatz der Methode. 33

4.3.1.2     Psychotherapeutische Leitfragen. 33

4.3.1.3     Die „Alptraum“-Analogie. 34

4.3.1.4     Meditationsverfahren in der Psychoonkologie. 36

4.3.2        Portrait der Simonton-Methode. 37

4.3.2.1     Therapiekonzept 37

4.3.2.2     Erste Woche. 37

4.3.2.3     Zweite Woche. 38

4.3.2.4     Dritte Woche. 38

4.3.2.5     Vierte Woche. 38