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Vortrag
Eingeschränkte Operationsradikalität beim zufällig entdecktem sporadischem C-Zell-Karzinom: ein Update
K. Cupisti - Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, Universitätsklinikum Düsseldorf M. Krausch - Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, Universitätsklinikum Düsseldorf H.D. Röher - Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, Universitätsklinikum Düsseldorf K.M. Schulte - Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, Universitätsklinikum DüsseldorfDeutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc 04dgch0394
© 2004 Raffel et al; licensee . This is an Open Access article: verbatim copying and redistribution of this article are permitted in all media for any purpose, provided this notice is preserved along with the article's original URL.
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Text
Einleitung
C-Zell-Karzinome sind seltene Tumoren der Schilddrüse. Die Thyreoidektomie ist der zu fordernde chirurgische Mindesteingriff. Unklar ist die Vorgehensweise bei der postoperativen Zufallsdiagnose eines sporadischen kleinen C-Zell-Karzinoms. Sollte nach primär erfolgter Resektion aus anderer Indikation eine Restthyreoidektomie durchgeführt werden?. Oder ist dies als „Übertherapie“ mit den Risiken der Reoperation zu werten und die initiale Therapie als ausreichend anzusehen?
Material und Methoden
Im Zeitraum von 1992 bis 2003 wurden 291 Patienten mit einem C-Zell-Karzinom der Schilddrüse operiert. Bei 21 Patienten lag ein sporadisches Mikrokarzinom (RET-Protoonkogen negativ) vor. In allen Fällen war die Diagnose präoperativ nicht bekannt. Das Tumorstadium war bei 19 Patienten T1- und bei 2 Patienten T2. Bei 14 Patienten wurde trotz primär nur subtotaler Schilddrüsenresektion auf eine Komplettierungs-OP im Sinne einer Thyreoidektomie/neck dissection verzichtet. Bei 4 Patienten mit initial erfolgter Hemithyreoidektomie wurde ebenfalls auf eine 2.OP verzichtet. Ein Pat. wurde bei pathologisch ansteigenden Calcitoninwerten im Pentagastrintest Restthyreoidektomiert und zwei Pat. wurden auswärts nach Diagnosestellung nachoperiert. In allen Fällen erfolgte ein Follow-up mittels Pentagastrintest und CEA-Kontrollen. Dieses wurde postoperativ nach 3, 6 und 12 Monaten und im weiteren Verlauf in jährlichen Abständen durchgeführt.
Ergebnisse
Die Nachbeobachtungszeit liegt im Mittel bei 5,6 Jahren über einen Zeitraum von 1992 bis 2003. In einem Fall kam es zu einem pathologischen Anstieg des Calcitonins im Pentagastrintest. Dieser Pat. wurde der Thyreoidektomie zugeführt. In keinem weiteren Fall kam es zu einem pathologischen Anstieg des Calcitonins und des CEA-Wertes. Auch gab es keine klinischen Zeichen eines Tumorrezidives
Schlussfolgerung
Bei präoperativ gesichertem C-Zell-Karzinom ist sowohl beim kleinem als auch großem Tumor die Thyreoidektomie die Therapie der Wahl. Eine Komplettierungsoperation ist nach zufällig postoperativ diagnostiziertem sporadischem kleinem C-Zell Karzinomen laut unseren Daten nicht erforderlich. Vorraussetzung jedoch ist , daß eine R0-Situation vorliegt. Erforderlich sind regelmäßige Nachuntersuchungen im Rahmen von Pentagastrintests und CEA-Bestimmungen. Auf Grund der unbekannten Datenlage sind Nachuntersuchungen über einen langen Zeitraum wenn nicht sogar lebenslang erforderlich.
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