Category:
Main ->
-> Medizinische Fachbegriffe
Question
Answer
Angiogenese(hemmer)Neubildung und Wachstum von Blutgefäßen, die ein Tumor zum Weiterleben/wachsen braucht. Medikamente zur Unterbindung dieses Prozesses (z. B. Thalidomid= „Contergan“) sind noch im Versuchsstadium.
Back to top
AntigenSubstanz, die von einem Organismus als fremd erkannt wird und eine Abwehrreaktion (passende Immunantwort) auslöst.
Back to top
Ethik-KommissionGremien, besetzt mit Gutachtern aus verschiedenen Fachrichtungen (Medizin, Philosophie, Theologie, Jura, Biologie, ...), die an Ärztekammern, Universitäten etc. Empfehlungen zur Umgehensweise mit sensiblen medizinischen Vorhaben erarbeiten (z. B. bei Gentechnik, Sterbehilfe u. Ä.). Es werden auch Studienprotokolle zur Prüfung neuer Medikamente oder Therapieverfahren erstellt.
Back to top
AntihistaminikaMedikamente, die wieder aufhebbar die Wirkung von Histamin abschwächen bzw. aufheben, das v. a. bei Allergien ausgeschüttet wird.
Back to top
autosomal dominantAutosomaler Erbgang, bei dem bereits das Vorhandensein des merkmalprägenden Gens auf einer der beiden Genkopien genügt, um das Merkmal in Erscheinung treten zu lassen.
Back to top
C-Zell KarzinomEine Form des Schilddrüsenkarzinoms, das von den C-Zellen ausgeht
Back to top
C-ZellenHormonproduzierende Zellen, die im Schilddrüsenbindegewebe liegen. Sie produzieren Calcitonin und regulieren den Kalziumspiegel im Blut
Back to top
CalcitoninHormon im Dienste des Kalziumstoffwechsels, das bei medullärem Schilddrüsenkrebs im Blut erhöht ist
Calcitonin wird von den parafollikulären C-Zellen der Schilddrüse wie von endokrinen Zellen z. B. des Verdauungstraktes synthetisiert. Das humane Calcitonin ist ein aus 32 Aminosäuren bestehendes Polypeptid mit einer endständigen Disulfidbrücke. Calcitonin spielt als Inhibitor der Kalziummobilisation aus dem Knochen für die Kalziumhomöostase eine bedeutende Rolle. Calcitonin zusammen mit dem Parathormon und dem aktivierten Vitamin D3 regeln den Kalzium- und Phosphathaushalt des Organismus. Calcitonin wirkt durch die Hemmung des Knochenabbaus Kalziumspiegel-senkend. Dieser Effekt wird durch die ebenfalls von der durch hohe Calcitoninspiegel induzierten Steigerung der renalen Kalzium- wie Phosphatexkretion unterstützt.
Back to top
Computer TomographieComputergestütztes röntgendiagnostisches Verfahren zur Herstellung von Schnittbildern
Back to top
dendritische ZellenLeukozyten, die auf einen Reiz hin ihr Gewebe verlassen, um Fremdantigen in die Lymphknoten zu tragen und eine Immunantwort auszulösen.
Back to top
Embolisation?Künstlicher Verschluss von Blutgefäßen durch Einbringen von flüssigen oder mechanischen Sperren.
Back to top
F18FDG-PETPositronen-Emissions-Tomografie; bildgebendes Verfahren in der Nuklearmedizin, das die Zerstrahlung von Positronen mit Elektronen in zwei Gammaquanten ausnutzt. Weil Tumorzellen mehr Glukose verbrauchen, können so mit Hilfe von 18F-Fluorodesoxyglukose (F18-FDG) mengen/größenmäßige Aussagen zum Glukose(Zucker)stoffwechsel gewonnen werden.
Back to top
Feinnadel BiopsieBiopsietechnik, die mit einer dünnen Kanüle die Entnahme von Zellen ermöglicht
Back to top
GastrinGewebehormon, das Säure freisetzt und für verschiedene Abläufe im Magen/Galle/Bauchspeicheldrüsenraum zuständig ist.
Back to top
Gastrin-RezeptorEmpfangsstelle für Gastrin (Pentagastrin) an der Zelloberfläche u. a. auch von C-Zellen. Vermittelt auf den C-Zellen die Calcitonin-Freisetzung nach Pentagastrin-Gabe.
Back to top
Gastrin-RezeptortherapieEine Bestrahlungssubstanz wird über den Gastrin-Rezeptor auf/in die Zelle gebracht.
Back to top
GISTGastrointestinale Stromatumoren. Weichteiltumore (Sarkome), die meist im Magen-Darmtrakt auftreten.
Back to top
GlivecMedikament zur Behandlung der myeloischen Leukämie (Blutkrebs) und GIST. Hemmstoff der in diesem Tumor vorkommenden Tyrosinkinase, die die Zellteilung ankurbelt und so den natürlichen Zelltod (Apoptose) verhindert.
Back to top
HormoneBotenstoffe des Körpers, die in spezialisierten Zellen und Geweben hergestellt werden und auf dem Blut- oder Lymphweg ihren Wirkort erreichen. Ihre Absonderung wird durch Regelkreise kontrolliert
Back to top
HyperparathyreodismusÜberfunktion der Nebenschilddrüsen mit vermehrter Bildung von Parathormon.
Back to top
Indium-markiertes Gastrin-DerivatWird derzeit auch bei anderen Tumoren gestestet und ist ein radioaktiver Stoff, der gebunden an ein „Taxi“ benutzt wird, um „Bestrahlung“ in Tumore zu bringen. Die Methode ist beim MTC noch im Versuchsstadium.
Back to top
InterferonAls Medikament eingesetztes Protein, das gegen best. Viren bzw. auf das Immunsystem einwirkt. Je nach Sorte soll es die Antikörperproduktion unterdrücken (z. B. bei Multipler Sklerose oder anderen Autoimmunerkrankungen) oder anregen (z. B. bei Infektionen wie Hepatitis C).
Back to top
KarzinomKrebs, der von Drüsen oder Deckzellen ausgeht.
Back to top
KatecholamineDopamin, Noradrenalin, Adrenalin. Herz- und kreislaufwirksame Substanzen, die z. B. beim Phäochromozytom vermehrt gebildet werden und Bluthochdruck auslösen können. Als Marker bei best. Tumoren werden sie im Urin gemessen.
Back to top
LoperamidOpioid mit hemmender Wirkung auf die Darmbewegung – Medikament gegen Durchfall (Produktname: Immodium®).
Back to top
LymphknotenAls regionale Lymphknoten sind sie die Filterstationen für die Lymphe der Körperregion.
Die oft verwendete Bezeichnung „Lymphdrüse“ ist falsch, da die Lymphknoten keinerlei Drüsenfunktion
Back to top
medullärMark, das spezifische, innere Gewebe eines Organs betreffend.
Back to top
medulläres SchilddrüsenkarzinomAndere Bezeichnung für C-Zell-Karzinom (s. dort)
Back to top
Metanephrinephysiologische Abbauprodukte der Katecholamine.
Back to top
MetastasenTochtergeschwülste bösartiger Tumoren
Back to top
MTCMedullary Thyreoid Carzinoma = medulläres Schilddrüsen-Carzinom
Back to top
MutationVeränderung des Erbmaterials (auf den Chromosomen)
Back to top
myeloischknochenmarkähnlich; Myelose = Art der Leukämie
Back to top
Neck-DissectionHalsausräumung mit Entfernung der regionären Lymphknoten von der Schädelbasis bis zum Brustkorbeingang unter Mitnahme des Fettgewebes und evtl. Muskeln, Nerven. Je nach Diagnose einseitig oder auf beiden Halsseiten.
Auch: Neckdissection
Operationsverfahren, bei dem alle regionären Lymphknoten zwischen Schädelbasis und Brustkorb ausgeräumt werden, oft unter Mitnahme des Kopfnickermuskels und der Halsschlagader und Halsvene
Back to top
NIS-GentherapieNIS = Natrium-Jodid-Symporter; (Symport = gleichzeitiger Transport mehrerer Moleküle auch durch Zellmembrane hindurch). Mit Hilfe dieses Eiweißstoffes nimmt z. B. die Schilddrüsen-Zelle Jod auf. Durch die NIS-Gentherapie wird der NIS-Symporter in Tumorzellen eingeschleust. Eine Therapie mit radioaktivem Jod ist dann möglich.
Back to top
OctreotidKünstlich hergestellter, ähnlicher Stoff wie Somatostatin. Meist verwendet bei Tumoren des Magen-Darm-Trakts.
Back to top
palliativGegen die Symptome, nicht (mehr) gegen die Ursachen einer Krankheit gerichtete Maßnahme
Back to top
Parathormon (PTH)(PTH) – in den Nebenschilddrüsen gebildetes Hormon, das für den Calciumstoffwechsel verantwortlich ist. Niedrige Calciumkonzentration steigert, hohe senkt die Produktion und Freisetzung von Parathormon.
Back to top
PentagastrinKünstlich hergestelltes Hormon, ähnlich einem, das in der Darmwand vorkommt. Löst bei Injektion in den Blutkreislauf eine Freisetzung von Calcitonin aus den C-Zellen aus und kann so in einem Test dazu genutzt werden, festzustellen, wie viel C-Zellen (noch) vorhanden sind.
Back to top
PET-CT
Kombination eines PET (Positronen-Emissions-Tomografie) mit einem CT (Computertomogramm) zur besseren Beurteilung vor allem auch sich bewegender Organe. Rechnergestütztes Schichtaufnahmeverfahren.
Back to top
PhäochromozytomKatecholamin produzierender, in ca. 10% der Fälle bösartiger Tumor, der meist im Nebennierenmark sitzt. Sondert Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin ab. Beim MEN 2 gibt es kaum bösartige Phäochromozytome.
Back to top
PID (Präimplantationsdiagnostik)Untersuchung eines außerhalb vom Mutterleib erzeugten Embryos auf erbliche Krankheiten (auch Geschlechtsbestimmung möglich) vor dem Einsetzen in die Gebärmutter zum Austragen. In Deutschland durch das „Embryonenschutzgesetz“ bislang verboten.
Back to top
Protoonkogenist durch seine Genprodukte (Onkoproteine) an der Kontrolle normaler Wachstums- und Differenzierungsprozesse beteiligt.
Back to top
RadioiodtherapieZuführung von radioaktivem Iod-131 mit dem Ziel der Zerstörung von Schilddrüsengewebe.
Back to top
RegressionRückbildung von Tumoren unter Therapie
Back to top
RET-Protoonkogen(Rearranged during Transfection). Während des Embryowachstums verändertes Gen, das für Zellwachstum zuständig ist. Durch die Mutation entgleist das Zellwachstum, statt wie normalerweise in einer best. Phase aufzuhören. Genort: Chromosom 10 (10q11.2).
Back to top
RezeptorEmpfangsstelle für Nachrichten an der Zelloberfläche
Back to top
RezidivRückfall, z.B. erneutes Auftreten einer Schilddrüsenüberfunktion
Back to top
RosiglitazonMarkenname z. B. „Avandia“. Medikament gegen Diabetes. Experimentell auch gegen C-Zell-CA eingesetzt.
Back to top
Screening (genetisches Screening)Suchtest, um Personen mit einem erhöhten Risiko eine erbliche Krankheit zu bekommen, herauszufinden. Dazu gehört z. B. auch eine medizinische Familiengeschichte über Verwandte 1. und 2. Grades.
Back to top
SomatostatinHormon, das im zentralnervösen Bereich des Zwischenhirns und in der Bauchspeichedrüse vorkommt. Es ist der Gegenspieler zu Gastrin und hemmt die Beweglichkeit des Magen-Darm-Trakts.
Back to top
Somatostatin-Rezeptor-SzintigraphieNukleramedizinisches Verfahren zur Darstellung von Geweben mit ggf. vermehrten Somatostatin-Rezeptoren.
Back to top
SzintigraphieNuklearmedizinisches diagnostisches Verfahren zur Erfassung der Funktion mit Hilfe einer radioaktiven Substanz, deren Verteilung im Körper oder einem Organ (z.B. der Schilddrüse) bildlich dargestellt wird.
Back to top
T-Lymphozyten
verschiedene Sorten Zellen, die v.a. bei der Regulation der Immunantwort gegen fremdes/gefährdendes Material, das in den Körper eindringt eine Rolle spielen. Im Blut auch aussagekräftig messbar für den Zustand des Immunsystems.
Back to top
ThyreoideaLateinischer Ausdruck für Schilddrüse.
Back to top
ThyreoidektomieVollständige operative Entfernung der Schilddrüse
Back to top
ThyroxinDas primäre Hormon der Schilddrüse,das auch in Tablettenform zur Verfügung steht
Back to top
TomogrammeQuer- und Längsschnitte) des menschlichen Körpers. Die Bilder errechnet der Computer mit Hilfe von Röntgenstrahlen, die durch die zu untersuchende Schicht hindurch geschickt werden.
Back to top
TSHthyreoidstimulierendes Hormon. Stimuliert die Funktion der Schilddrüse
Back to top
Tyrosin-Kinase-Inhibitorenz. B. „Glivec“, werden eingesetzt, um Tumorwachstum zu hemmen. Das Medikament „Imatinib Glivec®“ hemmt die Signalübertragung von wachstumsstimulierenden Signalen innerhalb einer Tumorzelle.
Back to top
Yttrium-markiertes Gastrin-DerivatRadioaktive Substanzen, die an Stoffe (Peptide) gebunden an den Gastrinrezeptor binden und dann eine gezielte Bestrahlung ermöglichen. Der Versuch wurde beim MTC wegen gravierender Nebenwirkungen nicht weitergeführt.
Back to top
zytologischzelltechnisch. Untersuchung mit verschiedenen Techniken von aus dem Körper (bei Operation, Punktion, Abstrich,...) genommenen Zellen im Labor auf Krankheiten, besonders Tumore und Entzündungen.
Back to top
RedoxsystemSystem aus Oxidations- u. Reduktionsmitteln (s. Formel). Der Ablauf der Redoxreaktion wird vom Redoxpotential des Systems bestimmt. Das Redoxsystem ist von biologischer Bedeutung z.B. bei der Energiegewinnung durch Atmung, wobei kettenförmig hintereinander geschaltete reversible, eine Redoxkette (Atmungskette) bildende Systeme zunehmender Positivität mit Übertragung von Wasserstoff (H) oder von Elektronen arbeiten.
Back to top
Was bedeutet ORSA?Oxacillin resistenter Staphylococcus aureus (ORSA)
ORSA sind in der Regel Hospitalkeime, die vor allem im stationären Bereich endemisch auftreten können. Sie können Erreger schwerster Infektionen sein, die sich nur mit potentiell toxischen und teuren Antibiotika (Vancomycin) therapieren lassen. Erregerquelle ist der kolonisierte oder infizierte Patient (Haut, Hände, Nase-/Rachenraum, Blut- und Körperflüssigkeiten, Wunden, Wundsekrete). Die Übertragung erfolgt über Hände durch direkten Patientenkontakt, durch indirekten Kontakt mit Flächen, Gegenständen oder Geräten in der Patientenumgebung oder aerogen über Niesen oder Husten des Patienten.
Merkblatt der Medizinischen Hochschule Hannover zum Thema ORSA
Back to top
Was ist eine Fatigue?Als Folge der Inanspruchnahme biochemisch u. psychisch bedingte Verschiebung des Gleichgewichts aller mit einem Stoffwechsel ausgestatteten biologischen Systeme eines Organismus oder Organs, die – als im Wesentlichen zentralnervöser Vorgang – zur Herabsetzung der Funktionsfähigkeit u. des Leistungsvermögens führt (u. durch Ausruhen u. Schlaf reversibel ist).
Back to top