Meine Fragen:
Was ist das? Was wird da gemacht? Wer hat Erfahrungen damit? Welche weiteren Möglichkeiten gibt es.
Hallo Thommy,
mein Erfahrungsbericht ist auch eher ein Erfahrungsbericht, über alles Andere haben die Ärzte zu entscheiden, da habe ich, wie ja schon bekannt, grenzenloses Gottvertrauen.
Vor der
CT-Untersuchung brauchst Du Dir keine Sorgen machen, ein großer Zeitaufwand ist nicht nötig. Die MHH hat einen der neuesten
CT´s, welche gerade auf dem Markt sind.
Erst einmal scannt Dich der Apparat von oben bis unten ab, dann wird Dir ein Kontrastmittel gespritzt. Überraschung: Du fühlst Dich für Sekunden wie ein Pommes Frites auf dem heißen Rost, kräftig durchatmen und das war es dann auch schon fast. In der Zeit, wo Du mit Deinen Hitzewallungen kämpfst, ist der
CT schon einmal über Dich rübergefahren. Dann wird noch eine Aufnahme gemacht, wobei Du für kurze Zeit den Atem anhalten musst und fertig bist Du.
Den Zugang, den man Dir wegen des Kontrastmittels gelegt hat, lässt man noch drin, Du musst Dich noch ca. 20 Minuten vor dem Untersuchungsraum aufhalten. Man will irgendwelche negative Reaktionen Deines Körpers abwarten. Und schon bist Du nach noch nicht einmal einer halben Stunde mit der Prozedur fertig.
Kleiner Tipp:
Die Untersuchung erfolgt tatsächlich im Fließbandbetrieb, keine Antworten auf Deine Fragen.
Ich habe mich beim zuständigen Professor im Vorzimmer vor der Untersuchung kurz bekannt gemacht ( der Name fällt mir in der Sekunde nicht ein, das Büro ist am ersten Fahrstuhl rechts, durch die Glastür links das erste Zimmer). Supernette Leute und Du wirst es nicht glauben, sie gaben mir einen Termin, an welchem ich am nächsten Morgen telefonisch vom Professor das Ergebnis erfahren habe.
PET
Den Termin macht Dir das Vorzimmer von Professor Knapp. Das Untersuchungszimmer, besser gesagt, das angebaute Haus für die Geräte, findest Du auf halbem Wege zur Nuklear-Medizin auf der rechten Seite.
Auch hier supernette Menschen bei der Arbeit, die sich ausgesprochen viel Zeit für Dich nehmen. Hier kannst Du „Löcher-in-den-Bauch-fragen“.
Nach einer kurzen Vorstellung wird Dir der Termin gesagt, zu welchem die Spritze mit dem Kontrastmittel angeliefert wird. Meistens kann man noch ein wenig durch die Halle spazieren.
Nach Abreichung der Spritze musst Du Dich noch ca. 2 Stunden irgendwo aufhalten, bevor die Untersuchung gestartet wird.
Der
PET-
CT ist ebenfalls noch fast brandneu. Es gibt bereits einen neueren, dieser wird aber nur für Schwerstverletzte und akute Notfälle benutzt. Untersuchungsdauer: unter 8 Minuten !!!!
Deine Untersuchung dauert ca. 40 Minuten und kann bei Bedarf bis auf 2 Stunden ausgedehnt werden. Ich hatte schon einmal das Vergnügen und ich sage Dir, dass es gar nicht unangenehm war, mal 2 Stunden von der Umwelt ausgeschlossen gewesen zu sein.
Der
PET ist eine riesen Maschine und man hat diesmal bei der Planung auch an den Menschen gedacht: super gemütlich, fast schon Bett-Charakter und kein Gefühl von Platzangst.
Nach der Untersuchung wirst Du nicht weiter betreut, bedenke, Du bist immer noch leicht verstrahlt, aber beim Einführungsgespräch liegt es an Dir, ebenfalls einen Termin zu vereinbaren, um das Ergebnis früher zu bekommen. Ich habe es sogar schon so weit getrieben, dass ich eine DVD mitbekommen habe. Zwar von einer vorherigen Untersuchung, aber trotzdem doch immer noch umwerfend, sich mal „von Innen“ in allen Lagen zu besichtigen.
Ein langer Bericht, ohne medizinischen Wert, aber ich hoffe, ich habe Dir ein wenig geholfen.
Ich drück Dir die Daumen.
Nachtrag:
Sei am Untersuchungstag ein Mann und fahre alleine in die MHH
Du wirst einer Bestrahlung ausgesetzt, die für Dich nicht gesundheitsschädlich ist. Habe, so glaube ich , gelesen, dass Ihr bald ein Baby erwartet. Für ein Ungeborenes ist Deine Strahlenbelastung ein nicht zu unterschätzendes gesundheitliches Risiko !!!
editiert von: Popsinger, 15.12.2006, 18:44 Uhr
Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.