Diagnose C-Zellen Karzinom - Glück gehabt!?!
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Alles begann mit unserem Kinderwunsch, da ich an PZO (Polyzystische Ovarien) leide ist an Kinderkriegen ohne ärztliche Unterstützung nicht zu denken. Bevor ich einen entsprechenden Experten aufsuchen, meinte meine Frauenärztin sollte ich einen allgemeinen Gesundheitscheck machen lassen, da der Allgemeinzustand immer die erste Frage sei.
Also bin ich am 14.11.2008 (einen Tag nach meinem Geburtstag) zu meinem HA, er hat u.a. auch einen Ultraschall aller inneren Organe gemacht und dabei dann einen 3cm großen Knoten im rechten Schilddrüsenlappen entdeckt. Glück Nr. 1 Er meinte das wäre kein Grund zur Besorgnis, ich solle nur mal zum NUK gehen und das abklären lassen. Seine Assistentin hat das für mich dort angerufen und ich habe einen Termin für den 27.01.09 bekommen - Kassenpatient halt
Die ganze Sache hat mich schon beschäftigt und ich habe mit meiner Mutter gesprochen, die ist Psychotherapeutin für Kinder und hatte - zufälligerweise - die Kinder des NUK-Professors behandelt.... Sie hat ihn angerufen und schwupps hatte ich einen Termin für den 21.11.08 Glück Nr.2.
Am 21.11. wurden dann zwei Szintigraphien gemacht, bei Betrachten der Bilder meinte der Professor dann, das sähe unbedenklich aus, klar abgegrenzter Knoten und der Rest der SD unauffällig, aber zur Sicherheit "..damit mir ihre Mutter keinen Vorwurf machen kann.." hat er dann doch noch eine Biosie vorgenommen [b]Glück Nr. 3[/b]. Ich bin also relativ beruhigt wieder aus der Praxis raus und nach Hause.
Am 26.11. hatte ich einen Termin bei meinem HA um die Ergebnisse des Gesundheitschecks zu besprechen. Alles war super und ich war total gesund, bis auf den Knoten, der aber ja allem Anschein nach nicht dramatisch war!
Zwei Tage später am Freitag, 28.11. um 13:42 Uhr habe ich im Büro dann eine email bekommen: "leider muß ich mit Dir noch ausführlicher über die Schilddrüsengeschichte sprechen, deren Ergebnisse mir heute vorliegen: Bitte sei so gut und rufe in meiner Parxis wegen eines Besprechungstermins an, ja?" - Wie ihr euch vorstellen könnt, haben bei mir alle Alarmglocken geschrillt!!!! Ich habe ihn dann direkt angerufen und er hat so rumgedruckst, dass er das nicht am Telefon besprechen wolle und ich habe ihn gefragt, wie er sich vorstellt, dass ich das WE überlebe.... also hat er mir mitgeteilt, dass das Biopsieergebnis bösartige Zellen nachgewiesen hat, wir alles weitere aber in einem persönlichen Gespräch am Montag besprechen. Ich bin dann von der Arbeit nach Hause und habe wie paralisiert auf meiner Couch gesessen, abends bin ich mit meinem Mann dann in unsere Stannkneipe und da habe ich mich erstmal richtig betrunken
Montag, 01.12. hatte ich dann meinen Besprechungstermin bei meinem HA und erfuhr, dass es sich allem Anschein nach um ein medulläres C-Zellen Karzinom handelt und dass jetzt umgehend ein Ganzkörper CT um evtl. Fernmetatstasen aufzuspüren und eine "Gen-Untersuchung" in Heidelberg folgen sollte, um MEN auszuschließen. Ich erfuhr, dass nicht nur die SD, sondern auch die LK im Hals und U.U. auch hinter dem Brustbein entfernt werden sollten, mein HA hatte schon mit dem Krankenhaus telefoniert und auch mein NUK Professor hatte dort angerufen und Druck gemacht, so dass mein OP Termin noch vor Weihnachten und zwar am 23.12. war. Die Voruntersuchungen im KH mit der Aufklärung über all die schönen Sachen, die bei einer SD OP bzw. einer Neck-Dissection passieren können, muss ich auch nicht unbedingt noch einmal haben....
Das Ganzkörper CT am 04.12. war furchtbar, ich hatte solche Angst und die 20 Minuten, die ich nach Ende der Untersuchung im Warteraum saß, bis ich das Ergebnis bekommen habe, gehören zu den schrecklichsten meines Lebens. Ich wurde gründlich von den Haarspitzen bis zu den Zehen "gescant" und es wurde nichts gefunden!! [b]Glück Nr. 4[/b]. Allerdings wurde ich sofort von den Ärzten in meiner aufkommenden Euphorie gebremst, da es hieß, man sieht nichts, das heißt nicht ungebingt, dass da auch nichts ist - SUPER HILFREICH!!!
Auch die Untersuchung in Heidelberg war negativ.
Während dieser ganzen Zeit hatte ich das Gefühl das kann alles gar nicht mir passieren, das muss jemand anderes sein, ich hatte solche Angst und schwankte immer zwischen "wird schon gut gehn" und "ich muss sicherlich sterben". In dieser Zeit hat mir dieses Forum und auch www.sd-krebs.de sooooooo geholfen. Ca. eine Woche vor meinem OP Termin bin ich morgens aufgewacht und hatte keine Angst mehr, ich kann es nicht erklären, aber es war als hätte jemand die Angst von mir weggenommen und nur Zuversicht übrig gelassen.... ich weiß bis heute nicht wie das gekommen ist!!!
Am 23.12. wurde ich dann im Johanniter Krankenhaus in Bonn operiert, in einer 7,5 stündigen OP wurde die komplette SD und insgesamt 68 LK in der rechten Halsseite entfernt. Als ich aufgewacht bin, war ich froh nur einen Schnitt vom rechten Ohr zur Halsmitte zu ertasten.... Ich konnte direkt sprechen und die Schmerzen waren auszuhalten, allein die beiden Schläuche im Hals waren unangenehm. Am Abend kam der Oberarzt und teilte mir mit, dass sich der Verdacht auf ein C-Zellen Karzinom im rechten SD Lappen bestätigt habe, aber der Rest der SD unauffällig gewesen sei, der Knoten klar und sauber abgegrenzt und sie daher "nur" die LK auf der rechten Seite entfernt hätten. Einer davon habe auffällig ausgesehen, und zwar der direkt an der SD, aber ein Schnellschnitt habe gezeigt, dass keine Metatstasen darin gewesen seien Glück Nr. 5
Am 27.12. bin ich nach Hause und am 05.01. habe ich das Ergebnis der pathologischen Untersuchung bekommen, werder im restlichen SD Gewebe noch in den LK konnte etwas gefunden werden!! Glück nr. 6, zwei Tage später wurde der Calcitonin Wert bestimmt und konnte nicht mehr nachgewiesen werden.
Mit Narbenentstörung, Osteopathie und Physiotherapie ist die Beweglichkeit meines Halses komplett wieder hergestellt, die Narbe sieht super aus und die Einstellung der SD verlief ohne Probleme. Unnötig zu erwähnen, dass meine Bemühungen durch Physiotherapie und Osteopathie gesund zu werden von der Krankenkasse nicht unterstützt wurden, aber das Geld war ich mir wert!!!!
Seitdem gehe ich alle drei Monate zur Untersuchung und bisher waren alle Untersuchungen unauffällig und der Calcitonin Wert kein einziges Mal nachweisbar. Ich hoffe dass das so bleibt, aber die Krankheit hat mich verändert, die Leichtigkeit ist weg, dieser unbewusste Glaube, dass einem schon nichts passieren wird, und ich befürchte das kommt auch nicht wieder. Man ist schon einmal "hinterrücks" und unvorbereitet überfallen worden und das soll einem nicht noch mal passieren
Ich habe Glück gehabt!!!!!
ISA -
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hi isa,wenn ich mir so deinen bericht durchlese,könnte man meinen,du hast über mich geschrieben.........
damals dachte ich,so wie ich mich momentan fühle,hat sich noch kein mensch auf dieser erde gefühlt!
das warten auf die ergebnisse habe ich auch für dass schlimmste überhaupt empfunden.
ich halle leider einmal ein stück glück zu wenig-bei mir waren 2 Lymphknoten befallen.aber bis heute ist auch kein calzitoninwert mehr nachzuweisen.-hoffe ich habe das glück und es bleibt so.
das mit dem unbeschwerten leben ist auch bei mir so.es wird zwar von untersuchung zu untersuchung besser(vorausgesetzt natürlich die ergebnisse sind ok)
aber so wie "früher ist es doch noch nicht.
liebe isa,ich wünsche dir von ganzem herzen alles,alles liebe und gute-und möge dich dein glück für den rest deines noch gggggggggg langen lebens stets begleiten!
ps .........was macht der kidywunsch........
so long
simone
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