Frage 2: Möglichkeiten von Operationen
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Hallo noch mal!
„Bringt“ es unter diesen Umständen was, den Ursprungstumor zu entfernen, oder ist die Belastung durch die OP selbst größer als der Gewinn durch die Entfernung von Tumorgewebe? (Unter der Voraussetzung, dass der Ursprungstumor noch nicht direkt Beschwerden verursacht.)
Ist es „im Prinzip“ besser, so viel wie möglich von dem Tumorgewebe operativ zu entfernen, auch wenn man weiß, dass eine vollständige Entfernung sowieso nicht möglich ist?
Dass der Schilddrüsentumor selbst „gut“ operativ entfernt werden kann, habe ich schon herausgefunden, ebenso die Metastasen in den nahen Lymphknoten.
Aber was ist mit den Metastasen in Leber und Lunge? Inwieweit gibt es da die Möglichkeit der OP? Ist das überhaupt möglich? Bis zu welcher Größe der Metastasen ist eine OP machbar? Wie sind die Folgen? Hat da jemand Erfahrungen gemacht? Wo?
Liebe Grüße,
Dagmar -
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Dagmar,
die Entfernung des Primärtumores halte ich für äußerst wichtig, da dieser ja immer weiter Metastasen bildet.
Die OP der SD mit den benachbarten Lymphknoten ist bei den Spezis in Halle mehr oder weniger ein Routineeingriff. Ich hatte danach keine großartigen Beschwerden, heißt ich war anschließend putz munter. Es spannt wohl etwas durch die Narbe und es entstehen Schwellungen vor allem durch die Entfernung der Lymphknoten und -bahnen aber das ist im Verhältnis zu der Sicherheit, das der Bösewicht raus genommen wurde nicht so schlimm.
Sabine
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Hallo,
wenn die Metastasierung in Leber und Lunge zu weit fortgeschritten ist ist keine OP möglich.
Wenn ein Leberlappen mit M. befallen ist und der andere nicht kann man einen Leberlappen oder Segmente davon entfernen.
Ich hatte letztes Jahr zwei M. in einem und 2 im anderen Leberlappen, aber gut operabel, Gottseidank.
Lunge: Auch hier muss die Metastasierung nicht zu ausgedehnt sein, man kann einen Lungenflügel und Lungensegment entfernen.
Wenn überall welche sind sieht es nicht so doll aus.
Noch eine Möglichkeit um evtl. das Tumorwachstum zu bremsen:
Das umstrittenen Thalidomid (Contergan), in Regensburg der Prof. B. arbeitet damit, mir wird momentan abgeraten davon, keine Ahnung wie es evtl. bei Deinem Mann aussehen könnte, ein Versuch wäre es wert, Contergan hat ebenfalls eine antiangiogenetische Wirkung und war in der Universität von Kentucky bei 2 von 6 MTC´lern wirksam in einer Studie.
Liebe Grüsse
Lydia -
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Hallo,
danke für die Antworten. Das bestätigt meine Vermutungen / Befürchtungen.
Die Mannheimer raten von einer Operation ja ab, sagen aber auch, dass sie keine Spezialisten für diese Erkrankung sind.
Wir können natürlich aber nicht beurteilen, ob Lunge oder Leber vielleicht doch noch operiert werden können. Kennt ihr ein Verzeichnis, wo man entsprechend spezialisierte Chirurgen herausfinden könnte, oder kennt ihr solche Spezialisten? Ich glaube nicht, dass Onkologen das sicher sagen können, auch wenn ich fürchte, dass sie in diesem Fall recht haben. Aber man lässt ja nichts unversucht und gibt auch nicht auf!
Und das mit dem Thalidomid werde ich im Gedächtnis behalten!
Liebe Grüße,
Dagmar -
Anonymous
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Hallo nochmal,
mir fällt noch was ein:
Es gibt für die Leber die LITT (Laserinduzierte Thermotherapie und die RITA (Radiofrequenzinduzierte Thermoablation), beide Verfahren verkochen Metastasen bis zu einer Grösse von 4 cm, ich weiss jetzt allerdings natürlich nicht wie ausgedehnt der Befund bei Deinem Mann ist und ob sowas Sinn machen würde. Bei diesen Verfahren wird nicht operiert sondern die Dinger werden verkocht im Körper, z.B. wenn sie nicht operabel sind, schwer erreichbar und so. Und auch zusammen in einer Kombitherapie, also Operation der erreichbaren Metastasen und verkochen der schwer operablen.
Aber wie gesagt der Befund darf nicht zu ausgedehnt sein, ich glaube maximal 5 Metastasen im Durchmesser maximal 4cm.
Bei der Lunge gibts mittlerweile diese Möglichkeit des Verkochens auch, dabei gilt glaube ich dasselbe wie bei der Leber, nicht zu gross und nicht zu viele.
Chemoembolisation kann man bei der Leber auch noch machen und seit neuesten denke ich auch bei der Lunge, müsstest mal ein wenig googeln diesbezgl.
Onkologen raten immer eher von einer OP bei so einem ausgedehnten Befund ab, noch daz wenn Lunge plus Leber befallen sind.
************ ist da ein wenig anderer Meinung, was zu operieren ist sollte operiert werden, da ja der Tumor an sich langsam wächst und es durchaus Sinn macht.
Bei mir wurde wegen der verbohrten Meinung der Onkologen drei Jahre vertan, heisst ich lief 3 Jahre mit mehr oder weniger bekannten Metastasen in der Leber durch die Gegend (man glaubte ja auch eine Zeitlang es seien harmlose Blutschwämme, die Dinger wurden auch punktiert und waren angeblich gutartig
).
Tja, irgendwann ging ich dann nach Halle und wurde operiert und ich bereue diesen Schritt nicht.
L.G
Lydia -
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Hallo Dagmar,
zur Arzt und Kliniksuche befindet sich in der Linksammlung nachstehender Link, der aber von mir vielleicht etwas ungünstig platziert war. Ich lasse ihn verschieben, dann sollte er sich unter der Rubrik Verzeichnisse wiederfinden!
[URL=http://www.medknowledge.de/]
Hier findet sich eine große Datenbank rund um die Medizin.
Liebe Grüße
Birgit
editiert von: Ede, 30.06.2005, 09:47 Uhr
"wait and see"
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Anonymous
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Hallo Dagmar,
ist die Verteilung der Metastasen auf der Lunge miliar, sind alle Bereiche der Lunge betroffen? Bei meinem Mann ist das so (die Metastasen sind sehr klein, es sind aber sehr viele und alle Bereiche sind betroffen)! Uns hat Dralle, Karges (Ulm) und Frank- Raue (Heidelberg) einstimmig gesagt, dass sowas inoperabel ist! Die Lunge ist aber ein sehr großes Organ und steckt durch das sehr langsame Wachstum einiges weg (so hat man es uns erklärt)! Wie in meinem anderen Beitrag erwähnt, konnte mein Mann vor der OP sogar leistungssteigern joggen (obwohl das Bild das reinste Schneegestöber gezeigt hat). Chemobolisierung der Lunge kommt bei einer breiten Verteilung auch nicht infrage, normale Chemo wollte mein Mann aus Überzeugung nicht und darüber wird bei den Spezialisten auch sehr kontrovers diskutiert! Ansprechrate liegt laut Karges unter 50 %, wie weit drunter möchte ich gar nicht wissen! Raue lehnt das glaube ich ganz ab! Das sind unsere Erfahrungen! Über Leber kann ich Dir leider nichts sagen!
Lg Heike -
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Hallo,
das Fragen hat sich schon jetzt deutlich gelohnt, diese Informationen drucke ich mir jetzt aus und werde weiter goggeln!
(Man möchte sich so gerne Hoffnungen machen...)
Liebe Grüße,
Dagmar -
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Hallo Dagmar,
wie Du aus fast allen Antworten auf Deine Fragen erkennen kannst ist unbedingt eine Operation an der SD als erstes notwendig. Da dort der Primärtumor sitzt und dieser (leider ja schon bei Deinem Mann) in Leber und Lunge gestreut hat. Trotz alledem heißt es diesen zu entfernen. Weiterhin wäre es möglich in die Knochen und in die Nebennieren zu streuen. Wurde eine Knochenszintigraphie gemacht?
"Wait and see" kann man aus meiner Sicht nicht mehr sagen - mache es mal auf deutsch: "renne um zu überleben". In wie weit nach diesem Eingriff dann weitergehandelt wird muss man dann sicherlich mit den spezialisierten Ärzten beraten und abwägen.
Ich kann Dir/Euch nur an's Herz legen jetzt massiven Druck zu machen und unbedingt bei ************ vorstellig zu werden. Der Mann wird Euch auf den weiteren Weg zur Seite stehen.
Sabine
Unsere Mühe kann selbst unser Schicksal besiegen.
(Römische Weisheit) -
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Hallo Dagmar,
auch ich empfehle Euch/Dir,das eine Vorstellung
bei Prof.Dralle anzuraten ist.
Ich denke,das Ihr in Eueren Fall bei ihm an der richtigen Adresse seit.
Zumindest würde ich raten,den letzten und den ersten Arztbrief an Prof.Dr.Dralle zu faxen ggf.zu schicken,er wird sich aus Erfahrung kurzfristig telefonisch mit Dir/Euch in Verbindung setzen.
Falls Du noch nicht die Adresse hast,hier einmal notiert:
Martin Luther Universität
Klinikum Kröllwitz
Klinik und Poliklinik für Allgemein-,Viszeral-und Gefäßchirurgie
Prof.Dr.Henning Dralle
Ernst-Grube-Str.40
06097 Halle (Saale)
Tel. 0345 / 557- 2314 und 2315
Fax.0345 / 557-2551
Liebe Grüße und
:thumbsup: :thumbsup:
Marcus
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