Frage 4: DOTATOC
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Wieder mal hallo!
Welche Erfahrungen habt ihr mit DOTATOC?
(Ich habe natürlich schon „viel“ darüber gelesen, aber alle Fragen werden dabei nicht beantwortet.)
Wenn denn eine entsprechende Strahlentherapie überhaupt möglich ist:
Wie schnell nach der Therapie, wenn sie denn wirkt, wächst der Tumor wieder?
Was passiert dabei überhaupt?
Wie sind die Nebenwirkungen? Sehr spezifisch ist die Strahlung ja nicht gerade; wie gravierend sind die Schäden?
Kann es denn überhaupt sein, dass DOTATOC „geht“, wenn Octretid nicht ausreichend bindet? Ich dachte, die Octreotidszintigraphie würde gemacht (und das war schon mit nicht ausreichendem Erfolg), um zu sehen, ob Somatostatinrezeptoren auf den Tumorzellen sind, um dann die DOTATOC-Therapie machen zu können Das wird so häufig zusammen genannt, wo sind denn die Unterschiede? (Ich weiß, es gibt verschiedene Träger und verschiedene Strahler, weiß aber nicht, welche z.B. in Heidelberg eingesetzt werden. Vielleicht muss man das in verschiedenen Krankenhäusern mit verschiedenen Stoffen „ausprobieren“?!)
Viele Grüße und schon ein schlechtes Gewissen, weil ich euch Löcher in den Bauch frage, ohne bislang anderen helfen zu können,
Dagmar -
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Nun gut,
Dein Mann muss den SMS-Rezeptor 2 und 5 auf seinen Krebszellen tragen damit das DOTATOC dort andocken kann, siehe meinen Bericht auch hier und in den FAQ bei SD-krebs.de.
Man kann das Wachstum damit über Monate oder länger stoppen, eine Heilung gibt es nicht. Es können die Nieren geschädigt werden bis zur Dialysepflichtigkeit (bis 2% der Fälle), also Vorsicht!
Wenn Octreotide (Somatostatin) nicht oder wenig bindet macht es nicht viel Sinn diese Therapie zu machen, so ist es bis jetzt auch bei mir.
In-111- Octreotide-Szinti wird gemacht um Metastasen zu finden und evlt. zu prüfen ob Dein Mann für DOTATOC geeignet ist.
Es gibt auch das 68-Ga-DOTATOC-PET-CT mittlerweile in verschiedenen Kliniken (Heidelberg, Essen, demnächst auch in Regensburg).
68-Ga (ein Strahler) bindet besser als 111-Indium (ebenfalls ein STrahler) und damit sollen Metastasen besser sichtbar gemacht werden.
können, sagt aber nicht aus ob man dann besser geeignet für DOTATOC ist, es gibt 90- Yttrium-DOTATOC (SMS-Rezeptor 2), Lanreotide-DOTATOC (Mauritius in Innsbruck unter Prof. Virgolini, SMS-Rezeptor 1-5 mässiggradig), 77- Lutetium-DOTATOC (ich glaube SMS-Rezeptor 2 und5) und irgendwo habe ich was von einem 67-Ga-DOTATOC (bessere Bindung an SMS- Rezeptor 2 als Y-90) gelesen, abgeleitet vom 68-Ga-DOTATOC-PET-CT. Weiss aber nicht wie spruchreif das Ganze ist, finde auch nicht viel darüber beim googeln.
Ich hoffe Dir ein bisschen geholfen zu haben.
Liebe Grüsse
und lasst euch nicht zu verrückt machen jetzt
Lydia
PS: DOTA-Gastrin wurde in Marburg getestet, ich weiss jetzt nciht ob die noch damit arbeiten, dabei wird eine Gastrinszintigraphie gemacht um rauszufinden ob man den Gastrinrezeptor hat (95 % der MTC`s sollen diesen Rezeptor haben, ich hatte ihn wieder mal nicht). Wenn man diesen Rezeptor hat könnte man eine DOTA-Gastrin-Therapie machen, keine Ahnung wie weit die in Marburg unter Prof. Behr damit sind.
DOTA-NOC-ATE als Studie wird in Basel unter DR. Forrer gemacht, einige von uns hier, auch ich, waren dort und haben die Szinitgraphie machen lassen, keiner war allerdings bis jetzt für die Therapie geeignet (zuwenig Rezeptoren).
Ich soll aber am besten von allen bis jetzt gespeichert haben, hat mir aber bis jetzt nichts gebracht da man das gesehene bis jetzt nicht mit herkömmlichen Mittel (CT, MRT, Knochenszinti) identifizieren konnte.
editiert von: kasey, 29.06.2005, 09:46 Uhr -
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Ärgerlich, wenn ich tagelang nicht ins Forum komme (Es lässt mich einfach nicht!) und auch mitten in einer "Sitzung" nicht mehr weiter schauen kann...
Deshalb erst jetzt hallo, Lydia,
von dir haben wir tatsächlich bislang wesentlich mehr Informationen erhalten als von allen Ärtzen zusammen. Inzwischen habe ich schon viel darüber gelesen, jetzt muss ich das noch "verarbeiten", dann muss "nur noch" ein passendes Radiopeptid gefunden werden -
und dann müssen wir bloß noch eine Entscheidung treffen...
Den von dir angegebenen Artikel "Peptidrezeptor-mediierte Radionuklid-Therapie" habe ich schon mehrfach gelesen.
Vielen, vielen Dank schon mal und liebe Grüße,
Dagmar -
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Hallo Dagmar,
frag doch mal bei unserem Admin Eberhard nach, vielleicht hat der eine Lösung parat!
Liebe Grüße
Birgit
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