* 1958, weiblich
Am 25.04.1987 zeigte ich den Knoten am Hals dem Hausarzt, der mich zur Biopsie im Kantonsspital Frauenfeld anmeldete.
Am 18.04.1987 trat ich zur Untersuchung ins Spital ein. Mir wurde 24.06.1987 ein metasierendes meduläres Schilddrüsenkarzionom entfernt. Es wurde mir damals nur ein Teil der Schilddrüsen entfernt. Viel später erklärte mir ein Spzialist in einem anderen Krankenhaus, dass das ein Fehler gewesen sei. Man hätte mir so bald man wusste, dass es sich um ein meduläres Schilddrüsenkarzinom handelt die ganze Schilddrüse entfernen müssen.
Am 18.07.1987 reiste ich, zusammen mit meiner Mutter, im Einverständnis mit den Ärzten, im Auto in den Urlaub nach Italien. Das war einer der schönsten Urlaube, die ich je mit meiner Familie verlebte. Es waren Badeferien an eine See in Oberitalien. Unmittelbar nach dem Urlaub ging ich, mit Einverständnis meines Hausarztes, wieder zu erst für ca. 14 Tage halbtags und dann wieder 100% arbeiten.
Am 18.11.1987 musste ich ein weiteres Mal ins Spital eintreten. Dort wurden mir Metastasen entfernt. Die Operation viel kleiner aus, als ursprünglich geplant. Man entschied sich die im CT als metastasenverdächtig erscheinenden Stellen nicht zu entfernen.
Am 11.12.1987 trat ich, auf Anraten von Professor ***, in eine anthroposophischen Privatklinik ein und lernte mein Ärztin kennen. Seit dieser Zeit mache ich mir auch regelmässig Mistelpräparatinjektionen. In dieser Klinik herscht eine sehr spezielle Atmosphäre. Sie war mir zu ruhig und daher eine Belastung für mich. Man wurde dann in der therapiefreien und veranstaltungsfreien Zeit nicht von der Krankheit und der damit verbundenen Angst, abgelenkt. Die meisten Patienten schätzen diese Atmosphäre. Ich hatte psychische Schwierigkeiten damit. Ich war damals noch viel weniger in der Lage mit psychisch belastenden Situationen um zu gehen und brauchte daher wesentlich mehr Betreuung auf psychischem Gebiet, als die anderen Patienten.Das hat einen Zusammenhang mit meinem Aspergersyndrom und auch damit, dass ich das einfach noch nicht gelernt hatte und ist jetzt viel besser.
In dieser Klinik werden, neben den Medikamenten, Bädern, Krankengymnastik, rhythmischen Massagen, Wickeln, auch verschiedene künstlerische Therapien, wie z.B. Musiktherapie, Malen, Plastizieren, Heileurytmie, Biographiearbeit (diese Therapeutin hatte zu meiner Zeit Ferien). An verschieden Abenden wurden Vorträge und vorwiegend klassische Konzerte, so wie Theater und Eurytmieaufführungen (alles live und eventuell durch Dia unterstützt) veranstaltet. Das vegetarische Essen war hervorragend.

















