TCM Und Untersuchung
Hi ihr alle,
ich wollte euch berichten von einer schlechten Erfahrung mit einer TCM ÄrztinI. Ich bin eigentlich sehr offen für alternative Methoden zu heilen und das ist auch kein Plädoyer gegen TCM. Aber es gibt eben auch immer Scharlatane... .
Ich bin seit ein paar Wochen bei einer TCM (traditionelle Chinesische Medizin) Ärztin (Dr. B) in Düsseldorf. Sie ist zwar weit weg, aber es ist eine Empfehlung von Freunden. Sie hat eine ausführliche Anamnese gemacht und ich denke, ich bin dort ganz gut aufgehoben.
War ich doch gestern zum 3. Mal bei dieser Akupunktur, die letzen 2 Mal davon bei einer Frau Dr. G. Diese Dame arbeitet immer nachmittags und da ich nicht immer vormittags kann, war ich bei ihr. Ich hatte Frau Dr. B.gefragt, ob das Sinn macht, wenn ich nachmittags zu einer anderen Ärztin gehe, da sie (Dr. B) immer nur vormittags arbeitet. Als sie meinte, dass ja alles, was sie so beschließt, therapiert, sonstiges ja in meinem Krankenblatt steht, könne das auch eine andere Ärztin der Gemeinschaftspraxis machen.
Heute fragte diese Frau Dr. G. (die nur nachmittags da ist) am Anfang der A. Sitzung, ob ich denn einen Effekt gemerkt hätte bei den letzten 2 Malen. Ich sagte, dass ich so schnell eigentlich noch keinen Effekt erwarte und es stellt es sich heraus, dass sie mich gegen die Heiserkeit akupunktiert hatte... . Auf meine leise Kritik hinsichtlich der „Buchführung“ und der schlampigen Art ihrerseits (das habe ich so deutlich nicht gesagt) musste ich mir dann anhören, dass das ja sowieso die Kasse zahle... . Ist das eine Arbeitseinstellung, geschweige denn ein Heilungsversuch??? Die kassieren 35 Euro für 2 Minuten Nadelstechen (ich liege dann zwar eine halbe Stunde da rum, aber an effektiver Arbeit ist das für die Ärzte etwa 2-5 Minuten, je nachdem, wie viel man mal so fragen darf, bzw. wie man sich so unterhält). Außer dass ich auch noch mal „nur“ 3,50 ¤ zahle, weil ich an einem Versuch der TK teilnehme (da die Ärztin meine Beschwerden fälschlicherweise als Rückenschmerzen deklariert), nehme ich jede Menge Stress und Zeitaufwand auf mich um dort überhaupt hin zu kommen.
Aber es geht ja noch weiter. Auf meine Frage, wie das denn nun mal mit der Kräuterrezeptur aussähe (das war erklärterweise mein Schwerpunkt bei der Wahl der TCM) sagte sie nach einigem Nachdenken (soll ich sagen: immerhin!!) dass es da bestimmt irgendwas gebe, so gegen Chemotherapie. Auf meinen, zugegebenermaßen empörten Einwand, dass ich keine Rezeptur „gegen Chemotherapie“ haben will (Sie hatte mich auch gerade noch mal darauf hingewiesen, dass das ganze ja auch ziemlich teuer und auch mit einigem Aufwand verbunden ist), schwieg sie mal erst (und auch weiterhin).
Ich will doch keine Rezeptur gegen Chemotherapie, gegen Übelkeit und Haarausfall, das hab ich zum Glück ja noch nicht. Aber wenn das so weitergeht, stehen die Chancen zumindest für noch graueres Haar ziemlich gut.
Tja, und die 2. Nachricht ist die schlimmere: wahrscheinlich habe ich eine Metastase im 4. Brustwirbel. Hat sich jetzt bei einer Knochenszintigraphie rausgestellt. Es muss natürlich noch genau abgeklärt werden, es kann auch eine Entzündung oder weiß der Geier was sein, ihr kennt da ja. Immer vor Weihnachten, sage ich nur.. .
Mein Hausarzt will sich jetzt erkundigen, welches die beste Methode ist, rauszufinden, was dieses Ding nun wirklich ist. Und ich habe einen Termin zum CT in Liblar am 30. 12 und einen Termin in Heidelberg im DKFZ am 28. 01.05. Und weiß nicht so recht, ob ich eine oder beide Termine wahrnehmen soll, womöglich noch einen weiteren, wenn sich eine besserer Methode findet... . das sind doch auch alles Strahlenbelastungen. Ach Mist.
Was soll ich nur machen? Eine PET-CT? Das ist mir zu teuer!?!
Tja, so also, alles Gute, bis bald und liebe Grüße,
Ulla

















