Hallo Systemspieler,
die Calcitoninbestimmung sollte bei kalten Knoten mittlerweile zum Standard gehören. Leider ist das aber wohl noch nicht überall so. Siehe diesen Artikel
http://sd-krebs.de/phpBB2/viewtopic.php?p=3874#3874 [31]
Die
CEA-Bestimmung sehe ich etwas kritischer. Bei mir ist dieser Wert "nur" leicht erhöht, ich bin wohl die Ausnahme hier, man könnte bei mir die Ursache für die leichte Erhöhung auch in anderen Faktoren suchen (z.B. rauchen, bin aber Nichtraucher), also nicht unbedingt Krebs! Mein
Calcitonin dagegen lag damals schon im fünfstelligen Bereich, stand und steht im krassen Gegensatz zum CEA!
Also ist dieser Tumormarker zur Bestimmung und Sicherstellung eines Tumors nicht zuverlässig!
Auch eine leichte Calctitoninerhöhung kann für andere Tumorarten sprechen! Z.B. ein Bronchialkarzinom, Sicherheit für ein
MTC kann da dann wohl nur der
Pentagastrintest geben.
In den meisten Zentren gehört mittlerweile die Calcitoninbestimmung bei kalten Knoten zur Routine, Gottseidank!
Bei mir war das 1990 noch nicht der Fall, ich wurde wegen eines kalten Knotens operiert, Calcitonin wurde nicht bestimmt. Der Krebs nicht gefunden. 2001 hatte ich
Metastasen des MTC´s, aber keinen Haupttumor in der Schilddrüse, wenn damals schon das Calcitonin bestimmt worden wäre, hätte man den Krebs wohl finden können, und ich wäre heute geheilt..., da gebe ich Dir absolut recht.
Ich hatte letzte Woche ein Gespräch mit meinem Nuk-Oberarzt über den Tumormarker CEA, was dieser konkret aussagt.
Er bestätigte meine Vermutung, dass CEA mit der Entdifferenzierung des MTC´s zu tun hat.
Je höher dieser Wert ist, kann man davon ausgehen, desto mehr hat der
Tumor die Eigenschaften des ursprünglichen Tumors verloren- er ist "entdifferenziert".
Also scheinen bei mir z.B.. die winzigen Metastasen, die wohl vorhanden sind, noch sehr viel mit dem Ursprungstumor zu tun zu haben, sie haben sich noch nicht so extrem verändert und produzieren daher kräftig Calcitonin, sie sind noch "differenziert".
Dies scheint insofern gut zu sein, da aus diesem Grund der Tumor auch sehr langsam vor sich hin wächst. Je höher das CEA, desto schneller könnte evtl. der Tumor wachsen, das ist meine Vermutung und diese hat mein Doc auch so bestätigt.
Von daher ist der CEA- Wert zur weiteren Verlaufskontrolle natürlich von beträchtlichen Wert!
CEA kann aber auch bei anderen Tumoren erhöht sein, also ist CEA immer in Begleitung mit dem Calcitonin zu sehen um ein MTC zu dagnostizieren. Hauptmarker ist aber das Calcitonin!
Operationsmässig gehen wohl die Meinungen der Ärzte auch auseinander.
Allerdings bezweifle ich ob es möglich ist eine Neckdissektion gemeinsam mit einer Thorakotomie durchzuführen, man stelle sich mal den Aufwand dafür vor! Wie Du selbst hinterher daliegst? Mit unzähligen Drainagen, Sonden, Schläuchen...
Eine
SD-Entfernung gemeinsam mit einer Neck durchzuführen ist o.k. und wird wohl auch häufig so gehandhabt wenn man im Vorfeld schon weiß da sind Metastasen. Wurde bei mir ja so gehandhabt.
Allerdings dann auch noch zugleich den Brustkorb aufschnippeln???
Nein- eine Erholungsphase für den Körper muss drin sein!
Eine Neck-dissektion dauert im Schnitt auch ca. sechs Stunden (war bei mir so), dann noch die Brustkorböffnung mit elf Stunden (?!?!). Hilfe!!!!! Ich denke das würde über Deine Kraft hinausgehen!!!
Man hätte Deine Operationen auf zwei "reduzieren" können, aber nicht auf eine einzige! Du bist keine Maschine! Ist nicht bös gemeint!
Also wenn jemand in einem "Aufwasch" operiert wurde hier, soll er bitte schreiben, mich würde das schon tierisch interessieren ob es das gibt!
Schönen Sonntag
Lydia
editiert von: kasey, 13.05.2007, 10:28 Uhr
Zwei Gefangene sahen durch ein Gitter in die Ferne, der eine sah den Schmutz der andere die Sterne