Hallo Lieselotte,
hallo Sabine,
wollte eigentlich nicht mehr auf dem Thema rumkauen, leider ist die Schwarze vorgestern beim Metzger gelandet und konnte noch dazu nicht mehr verwertet werden, das heisst wir bekommen keinen Cent fürs Fleisch.
Sie hatte eine kaputte Leber..
Behandelt wurde sie vorher mit Calciuminfusionen, dann mit Medikamenten gegen die Lungenentzündung, wahrscheinlich wurde ihr das zuviel.
Ja, wir hatten jetzt vier Kühe mit "Rindergrippe".
Jede hatte was auf der Lunge, ja auch nicht anders wie bei uns Menschen
Nur Pech mit dem Tier, jede Menge Tierarztkosten für nichts....
Tja, harte Realität auf einem Bauernhof...
Die Mutter und die Oma von der "Schwarzen" sind auf die selbe Weise vom Hof gekommen, jede hat nur so drei Kälbchen gekriegt und dann waren sie hinüber....
Na, eine grosse Tochter haben wir noch von ihr, die bekommt im Sommer ein Kälbchen.
Apropo Kälbchen:
Das kleine ist wohlauf, frisst schon Heu und Getreideschrott und das mit ca. zwei Wochen jetzt, da denken Fleckviehkälber noch gar nicht an sowas....
Fressen können die Schwarzen wie die Scheunendrescher, aber aussehen tun sie trotzdem wie ein Knochengerüst (tschuldige Sabine, aber das ist unser Vergleich zum Fleckvieh), man könnte überall den Hut ranhängen an die Tiere.
Gut, für eine Schwarze war die Kranke jetzt schon fett, aber kein Vergleich zu einer Fleckviehkuh.
Na dafür geben die braunen weniger Milch und sind doch ein bisschen robuster.
Aber mein Mann will immer eine Schwarze im Stall haben, das ist so sein "Splin", naja schön sind sie ja, gucken wie die Teufelchen mit ihren schwarzen Gesichtern und dunkelblaue Augen haben sie (behauptet mein Mann).
Und oberbrav waren die Schwarzen bis jetzt eine wie die andere, wenn ich da an manch gescheckte Hexe denke, oh Mann, manche sind Weltmeister im keilen.
Ja soviel zum Thema Landwirtschaft.
Liebe Grüsse
Lydia
Zwei Gefangene sahen durch ein Gitter in die Ferne, der eine sah den Schmutz der andere die Sterne