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Zum aktuellsten Beitrag
Kranker Partner, noch vor dem Beginn irgendeiner Therapie
  • verfasst: 17.06.2005, 00:20
     
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    Hallo!

    Wie im Titel zu sehen, kann ich noch gar nichts zu Therapien schreiben. Das kommt hoffentlich noch!
    Aber Achtung: Obwohl ich stark gekürzt habe, ist der Text doch ziemlich lang geworden.

    Vorweg:
    Wir leben in Mannheim (ganz nahe an Heidelberg und Professor Raue...).
    Mein Mann ist 37, ich 43, wir sind seit 2 Jahren verheiratet und also noch beinahe im Stadium der ersten Verliebtheit icon_smile . Kinder haben wir keine.

    Ende Mai diesen Jahres 2005 waren wir zelten mit Freunden (Rollenspiel). Freitag Abend wurde gegrillt und viel gegessen. In der Nacht und zunehmend gegen Morgen bekam mein Mann heftige Bauchschmerzen auf der rechten Körperseite; das ist doch hoffentlich keine Blinddarmentzündung? Deshalb sind wir sicherheitshalber in eine kleines Krankenhaus in der Gegend gefahren, obwohl andere sagten, da würde am Wochenende sowieso nichts gemacht, besser eine Schmerztablette nehmen und abwarten.

    Der Arzt sagte sofort, das habe nichts mit dem Blinddarm zu tun, zu weit oben im Körper, er vermutete eher Probleme mit der Gallenblase; nach dem üppigen Essen...
    Also Ultraschall. Beide anwesende Ärzte sagten, die Leber sei nicht, wie sie sein sollte, es sollte später noch ein CT gemacht werden. Das dauerte alles Stunden, und danach wieder warten...

    Gegen Abend verloren wir die Geduld und wollten nicht mehr warten, die Schwester rief den Arzt, der auch kam. Die CT-Aufnahmen konnten in diesem kleinen Krankenhaus nicht ausgewertet werden, sie waren per Datenleitung woanders hingeschickt worden, wo es Radiologen gab. Der Arzt hier sagte nun, in der Leber sie etwas nicht in Ordnung, er habe aber erst telefonische erste Auskunft, er könne uns erst Näheres sagen, wenn er am Sonntag den schriftlichen Befund mit Absegnung des dortigen Chefs habe.
    Er verstand, dass mein Mann nicht über Nacht bleiben wollte, und ließ uns gehen, mit der ganz dringenden Auflage, am nächsten Morgen gleich in der Früh wiederzukommen.

    Jaja...

    Die Schmerzen hatten inzwischen deutlich nachgelassen, es musste eben wirklich an dem üppigen Essen gelegen haben. Zurück am Zeltplatz waren sich alle einig, das dieses Provinzkrankenhaus eben unbedingt seine Geräte auslasten will. Ob man da am nächsten Tag noch mal hin sollte? Das ist ja eh nichts Ernstes.

    Wir sind dann Sonntag Mittag nach dem Abbau des Zeltes doch wieder hingefahren. Die Schwester auf der Station rief sofort einen Arzt, der auch tatsächlich sofort kam und uns ins Schwesterzimmer führte, welches von den Schwestern fluchtartig verlassen wurde.

    Und dann sagte er was von Metastasen in Leber und Lunge.


    Das hat doch nichts mit uns zu tun? Ne, ganz bestimmt nicht.
    Dann untersuchte der dortige Urologe noch Hoden und Prostata, aber da war alles in Ordnung. Wir sollten am nächsten Tag sofort vom Hausarzt eine Überweisung ins Klinikum Mannheim, das war hier bekannt, schreiben lassen.

    Die Stunden der Rückfahrt gingen auch vorbei, Ausladen des Autos...
    Angst, aber vor allem Verdrängung. Nein, nicht wir!

    Am Montag Morgen zur Hausärztin, sie war wirklich schon vom dem kleinen Krankenhaus angerufen worden. Ambulante Untersuchungen bei verschiedenen Ärzten? Nein, lieber gleich ins Klinikum, da ist alles an einem Ort. Mannheim und Heidelberg arbeiten als Tumorzentrum zusammen.

    Die stationäre Aufnahme ins Klinikum dauert Stunden. Auf welche Station? Wegen des einzigen körperlichen Symptoms, welches nicht ganz in Ordnung war, nämlich der Durchfälle, in die Gastroenterologie.
    Die Ärztin dort schaut zunächst mal die Haut genau an, nimmt Blut, melde zahlreiche Untersuchungen an, um den Primärtumor zu finden.
    In den nächsten Tagen vor allem warten, warten, warten, dazwischen gelegentlich Untersuchungen: Mammografie (bei der Mutter meines Mannes wurde eine Woche vorher Brustkrebs entdeckt), Magen- und Darmspiegelung, immer wieder Blutabnahmen, CTs, MRTs; da dabei auch entdeckt wird, dass die Schilddrüse und auch Lymphknoten auf beiden Halsseiten geschwollen sind, wird auch eine Biopsie der Schilddrüse und die Entfernung eines der verdächtigen Lymphknoten durchgeführt. Die Untersuchung durch den Pathologen sollte aber eine Woche dauern, in der es noch weitere Untersuchungen gab.

    Abends durfte mein Mann Kai meist für einige Stunden nach Hause, er war ja ganz „gesund“!
    Besonders am Wochenende war der Krankenhausaufenthalt lästig, da wurde ja wirklich nichts gemacht.

    In der Zwischenzeit habe ich im Internet eifrig Informationen gesammelt.
    Die Tatsache der Biopsie legte den Verdacht auf einen Schilddrüsenkrebs nahe, und was ich darüber las, lenkte meine Blicke auf das MTC. Da bin ich auch schon auf dieses Forum gestoßen.
    Am Mittwoch, den 08.06.05 sprach ich mit unserer Hausärztin über diesen Verdacht. Einige Stunden später rief mein Mann an und teilte mir genau diese Diagnose mit!
    Er war fast euphorisch, da wir schon mal über RJT gesprochen hatten und er im Übrigen froh war, dass man endlich Bescheid wusste und jetzt etwas getan werden konnte.
    Mir dagegen wurden am Telefon die Knie weich, weil ich mehr darüber wusste; aber das habe ich in diesem Moment nicht gesagt.

    Ich konnte Kai dann abholen. Kaum zu Hause, riefen gleich zwei Bekannte bzw. Verwandte an, und denen teilte er fröhlich am Telefon mit, dass das gut geheilt werden könnte.
    Kurz danach ging er zum ersten Mal selbst an den Computer, um nach Informationen zu suchen. Als ich zu ihm kam, sagte er nur leise: „Ach du Scheiße.“
    Die Euphorie war vorbei.

    Zusammenfassung: medulläres Schilddrüsenkarzinom mit Metastasen in Lymphknoten auf beiden Halsseiten, zahlreichen kleinen Metastasen in der Lunge und etlichen ziemlich großen Metastase überall in der Leber; da ist nicht mehr viel gesundes Gewebe zu sehen.

    Erst am nächsten Montag hatten wir einen Termin in der onkologischen Ambulanz. Der Arzt, der gerade frei war, als wir dran waren, hatte ganz offensichtlich von diesem Krebs keine Ahnung, er schaute in einem Büchlein nach.
    Er hatte auch erstmals den Calcitoninspiegel vorliegen: 28.000.
    Als wir ihn wegen einer Operation fragten, sagte er, in dem Stadium würde keine OP mehr gemacht. Eine andere tolle Aussage war, dass der Tumor und die Metastasen bei der Größe bestimmt schon mehrere Monate gewachsen wären.
    Eine geerbte Form hielt er für unwahrscheinlich nach dem, was er in seinem Buch las, und weil die Eltern und auch Großeltern meines Mannes keine Schilddrüsenprobleme hatten. Das hatte auch schon die Hausärztin gesagt.
    Dieser Besuch in der Onkologie hatte außer vermehrter Panik nichts für uns gebracht. Nach zwei weiteren Untersuchungen sollten wir in einer Woche wiederkommen.
    Am nächsten Tag sollte ein Oktreotidscan sein, der war schon zuvor von der Ärztin der Gastroenterologie mit dem Chef der Onkologie abgesprochen worden.
    Ergebnis: Schilddrüse selbst und Halslymphknoten ließen sich markieren, die Metastasen in Leber und Lunge nicht...
    Der Radiologe war sehr nett, hat alles ausführlich erklärt, und eine Operation nicht ausgeschlossen. Er hat schon mal Voranmeldungen für Chirurgie in Mannheim und Nuklearmedizin in Heidelberg gemacht.
    Nächsten Montag ein Echokardigramm, um zu sehen, ob das Herz eine Chemotherapie durchstehen würde.
    Und danach wieder ein Gespräch, um zu sehen, was man ev. tun kann.

    Aber eines war nach dem Besuch beim Onkologen ganz klar: Wir müssen mit einem Experten sprechen!
    Aus dem Forum war uns Professor Raue bekannt, der ja auch ganz in der Nähe in Heidelberg seine Praxis hat.

    Am Donnerstag, 16. Juni 2005, rief mein Mann vormittags dort an und bekam gleich für den selben Nachmittag einen Termin.

    Da hatte man wenigsten das Gefühl, mit jemandem zu sprechen, der Ahnung hat.
    Er konnte uns zwar auch nichts wirklich Ermutigendes sagen, aber er riet sofort zu einer Operation, Ersticken sei kein schöner Tod...
    Und für „danach“ gibt es immerhin einige Möglichkeiten, die vielleicht das Wachstum des Tumorgewebes bremsen, ohne dem Leben jede Qualität zu nehmen.
    Dabei wurde auch von Prof. Dralle in Halle gesprochen...
    Außerdem wurde mal wieder Blut abgenommen, um endlich doch für alle Fälle zu untersuchen, ob die erbliche Form vorliegt.

    Und jetzt?
    Erst mal abwarten, was der Onkologische Arbeitskreis von Mannheim sagt (das erfahren wir nächsten Mittwoch).
    Und dann vermutlich Halle...

    Viele Grüße und ganz herzlichen Dank für die guten Ratschläge, die wir schon erhalten haben,

    Dagmar
  • verfasst: 17.06.2005, 04:45
     
    Bertram
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    Liebe Dagmar,

    nach dem Lesen fehlen mir jetzt erst einmal die passenden Worte.................... Das ist bislang der krasseste Erlebnisbericht, der die fortgeschrittene Krankheit widerspiegelt.

    Auf jeden Fall dürft Ihr die Hoffnung nicht aufgeben. So weit wie möglich und vor allem so schnell wie möglich den Anfang finden und den Primärtumor operieren lassen. Danach wird man mit Sicherheit weitere Schritte einleiten damitDein Mann Hilfe bekommt.

    Ich wünsche Euch beiden sehr viel Kraft für den weiteren Weg.

    MfG

    Sabine


    Unsere Mühe kann selbst unser Schicksal besiegen.
    (Römische Weisheit)
  • verfasst: 17.06.2005, 08:42
     
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    Hallo Dagmar,

    das ist in der Tat ein "heftiger" Bericht bzw. Erlebnis.

    Aber um beim Positiven zu bleiben, es ist gut, daß Ihr bei Prof. Raue seid und auch, daß Halle im Gespräch ist. Es ist wirklich ein exzellentes Team dort um Prof. Dralle. Ich selber wurde dort 1998 operiert und stehe heute noch mit den Ärzten in Kontakt, sie haben wirklich immer ein offenes Ohr oder e-mail postfach icon_smile , wenn man Fragen hat, echt super.

    Zu den Metastasen Deines Mannes und den Aussagen der Ärzte habe ich zwei Anmerkungen: Auch wenn es sehr schwer fällt und man es Unverschämtheit auffasst, wenn Ärzte solche Aussagen treffen, wie die bei Euch mit "da ist nicht mehr viel Gesundes...", versucht sowas gar nich an Euch ranzulassen, nur wenn es Aussagen von Spezialisten sind. Ich weiss, es klingt etwas komisch, aber mir ist aufgefallen bzw. oft passiert, daß gerade Ärzte, die sich damit nicht so gut auskennen, eigentlich von Dir den Krankheitsverlauf und Möglichkeiten hören wollen, so á la " oh, sie haben das med. SD-sca, erzählen sie mal, wie war das denn, wie haben sie das denn gemerkt und wie geht es ihnen, und das ist ja so selten, was so schlimm?"...... usw. Und wenn sie dann alles gehört haben, dann fällt eben so eine - für die Ärzte - belanglose Bemerkung - die Dich bzw. Euch aber total schockt: Mein Fazit: Nur noch mit Spezialisten über Diagnosen sprechen.

    Das Zweite: Ich selber habe auch Metastasen in der Leber, Lunge, Wirbelsäule und am rechten Schulterblatt und im rechten Becken. Die in der Leber eigentlich schon seit 1998 wahrscheinlich schon viel länger, weiss man aber nicht so genau. Auch mit Metastasen geht es weiter, wirklich!!!!

    Wenn ich jetzt alle meine Gedanken hier niederschreibe, würde es den Rahmen sprengen, also höre ich jetzt lieber auf.

    Es wird bestimmt auch für Euch weitergehen, Ihr seid in sehr guten Händen, und wenn Ihr in Halle seid, dann wisst Ihr auch wieder etwas mehr über den Stand der Dinge.

    Ein schönes sonniges Wochenende
    & beste Grüße aus München
    Katja
  • verfasst: 17.06.2005, 09:19
     
    Ede
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    Liebe Dagmar, Lieber Kai,

    da bleibt mir erst mal die Spucke weg! icon_mad

    Alleine die Aussage, dass der Tumor und die Metastasen bei der Größe bestimmt schon mehrere Monate gewachsen wären ist schlicht und einfach falsch. Vermutlich hat Kai diese Krankheit schon viele Jahre unbemerkt mit sich herumgetragen.

    … und dass der Arzt kein Blut abnimmt und sich zu der Aussage hinreißen lässt, dass er eine geerbte Form für unwahrscheinlich hält, nach allem was er in seinem Buch gelesen hat bzw. weil die Eltern und auch Großeltern von Kai keine Schilddrüsenprobleme hatten ist für mich „unterlassene Hilfeleistung“! Solch eine Aussage haben wir auch schon bekommen, jedoch wurde trotzdem Blut abgenommen. – Ergebnis: Gentest negativ. Zuerst Freude pur (wir haben zwei Kinder), dann wird vor einer weiteren OP (Brustkorböffnung) nochmal geröngt. Plötzlich taucht eine unklare Raumforderung an der Niere auf, die sich später als Phäochromozytom herausstellt. Bei mir schrillen die Alarmglocken, da ich inzwischen alle verfügbaren Informationen in mir aufgesaugt hatte, die Homepage war damals noch nicht so umfassend aufgebaut, so dass ich zumindest was das FMTC anging mühselig suchen musste. Ich sprach mit meinen Mann über meinen Verdacht, doch er war damals noch zu sehr mit der anstehenden Operation beschäftigt. Die Ärzte in der Klinik erklärten mir, dass das Ergebnis zu 99% sicher wäre und daher keine weitere Blutentnahme in Frage käme. Ich gab mich damit nicht zufrieden, kontaktierte Hausarzt und Nuklearmediziner. Beide teilten meine Besorgnis und es wurde vereinbart, dass bei der Nachuntersuchung nach dem Krankenhausaufenthalt ein erneuter Gentest gemacht würde. Ergebnis positiv!!!!!!
    Erstaunlicherweise gab das Labor auf Nachfrage einen Verfahrensfehler zu und entschuldigte sich in einem Brief. Das Ergebnis bestätigte sich nochmals, da die Ärzte im Krankenhaus wohl doch unruhig wurden und ebenfalls einen Bluttest vornahmen (ohne unser Wissen). Mittlerweile hatten wir im Stammbaum meines Mannes durch Zufall eine weitere Person gefunden, bei der FMTC seit 10 Jahren bekannt war (eine der eher selteneren Mutationen). Auch hier gab es einige schwerwiegende Versäumnisse. Nur eigene Kinder, sowie Geschwister und deren Kinder wurden in das Familienscreening mit einbezogen, nicht aber die Eltern. Vielleicht wäre bei früherem Erkennen der Zusammenhänge einigen Betroffenen vieles erspart geblieben. Nun hat die Erkrankung meines Mannes eine Lawine ins rollen gebracht, mit erschreckendem Ausgang. Momentan sind 17 Personen im Stammbaum in dem der Ursprung der Krankheit vermutet wird getest worden – Ergebnis: bisher 6 Erkrankte, 7 Genträger (von denen 2 keine weiteren Untersuchungen aufgrund des fortgeschrittenen Alters machen lassen), 4 Personen negativ.
    Grundsätzlich wird von den Laboratorien, die den Gentest durchführen aufgrund der CONSENSUS Guidelines for Diagnosis and Therapy of MEN Type 1 and Type 2 bei positiven Befund ein zweiter unabhängiger Gentest empfohlen.
    Ich schreibe das hier so ausführlich, da ich dadurch wieder einmal in meiner Auffassung bestätigt wurde, dass man selber Informationen sammeln und verwerten muss, nicht alles klaglos hinnehmen darf und gelegentlich auch die Konfrontation mit den Ärzten nicht scheuen darf.
    Lasst bei den Untersuchungen in jedem Fall auch die Nebennieren mit anschauen und holt Euch eine zweite Meinung (Prof. Dralle) ein. Prof. Raue und Prof. Dralle ziehen da sicherlich an einem Strang.
    Übrigens RJT bringt bei MTC gar nichts, das wird Euch wohl auch von Prof. Raue und Prof. Dralle gesagt werden.

    Es gibt in der Selbsthilfegruppe eine ganze Menge Leute mit sehr hohem Calzitoninspiegel (weit höher als der von Kai), die damit sehr gut leben können. German Fellhauer kann Euch dazu telefonisch (Tel. Nr. unter Ansprechpartner) sicher einiges sagen, denn er wird sehr häufig kontaktiert. Scheut Euch nicht anzurufen, denn nur mit Betroffenen kann man über solche Dinge richtig reden. Er ist eher contra Prof. Dralle eingestellt, da dieser ihm nach seiner Aussage zu radikal operiert. Dies ist eine Einschätzung und die Entscheidung kann Euch sowieso keiner abnehmen. Wichtig ist, dass Ihr das Gefühl habt, dass Ihr in den richtigen Händen seid und wenn nicht bei den angesprochenen Ärzten, wo sonst???

    Ich hoffe ich habe Euch nicht noch mehr Angst gemacht. Ich kann Euch nur aus eigener Erfahrung sagen: offen darüber reden, viel darüber reden – und wenn es Angehörige und Freunde nervt sind wir im Forum ja auch noch da. Eine persönliche Nachricht an ein Mitglied mit Tel.Nr.-Austausch und man kann über vieles reden!

    Liebe Grüße
    Birgit


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  • verfasst: 17.06.2005, 20:29
       
    admin
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    Puh, da fehlen mir echt die Worte bei der Geschichte.... dontknow
    EdeIch hoffe ich habe Euch nicht noch mehr Angst gemacht. Ich kann Euch nur aus eigener Erfahrung sagen: offen darüber reden, viel darüber reden – und wenn es Angehörige und Freunde nervt sind wir im Forum ja auch noch da. Eine persönliche Nachricht an ein Mitglied mit Tel.Nr.-Austausch und man kann über vieles reden!


    Eventuell findet Ihr ja auch in der Adressliste jemanden in Eurer Nähe zum Erfahrungsaustausch.

    Gruss, Admin aka Eberhard
  • verfasst: 18.06.2005, 01:32
     
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    Hallo zusammen!

    Und ganz herzlichen Dank für alle Antworten.
    Gut zu wissen, dass andere (auch) damit umgehen können – womit ich natürlich nicht sagen will, dass ich das anderen wünsche.

    Man lernt viele Stufen kennen:
    Stufen der Gefühle, abwärts mit Angst u.ä., aufwärts mit Hoffnung, egal, wie berechtigt das ist.
    Stufen des Wissen, das immer mehr wird. Und manchmal gelangt man dabei an den Fuß einer neuen Treppe...
    Und die Suche nach Wissen ist auch eine Hilfe, dadurch wird das alles irgendwie entpersonalisiert und man kann sich ablenken. (Das wäre alles ziemlich spannend, wenn nicht Menschen leiden müssten.)
    Zwar gibt es auch dabei neue Entmutigungen durch neues Wissen, aber grundsätzlich ist das eine große Hilfe, Unwissenheit und Unsicherheit empfinde ich als noch schlimmer.
    Deshalb sind auch eure persönlichen Berichte so wichtig – und weil man sieht, dass es weitergehen kann.

    Die Suchen nach Wissen ist momentan meine hauptsächliche „Freizeitbeschäftigung“, und das wird wohl noch lange so sein.
    Macht euch auf zahlreiche Fragen gefasst!

    Bis bald,

    Dagmar
  • verfasst: 18.06.2005, 10:15
       
    Marcus
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    Hallo Dagmar,

    mir fehlen auch ganz klar die Worte...puuuuhh.
    Es wurde jetzt von einigen schon sehr viel geschrieben,wobei ich mich anpasse.

    Ich wünsche Dir vorallem Deinem Mann ganz viel Kraft und besonders viel Geduld die man bei dieser Erkrankung benötigt.

    Halte uns auf den Laufenden.
    Bis zum Wiederlesen.
    Marcus


    -Gib jedem Tag die Chance,der Schönste deines Lebens zu werden.

    - Jeder Tag ist ein Kleines Leben.


    http://www.sd-krebs.de








  • verfasst: 20.06.2005, 09:49
     
    Ede
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    DagmarHallo zusammen!

    Die Suchen nach Wissen ist momentan meine hauptsächliche „Freizeitbeschäftigung“, und das wird wohl noch lange so sein.
    Macht euch auf zahlreiche Fragen gefasst!



    Hallo Dagmar,

    genau dazu ist dieses Forum da und es ist für Hilfe- und Informationssuchenden sicherlich durch die Qualität der Beiträge zu einer sehr nützlichen Informationsquelle geworden.

    Übrigens hatte mein Mann auch mit diesen Durchfällen zu tun. Das ging jahrelang so und alle Untersuchungen brachten kein Ergebnis, so dass wir diese Durchfälle, zumal sie nicht so schlimm waren mit verschiedenen Speisen in Verbindung gebracht haben. Nun kann man doch im Nachhinein sagen, dass dies das erste Krankheitszeichen war.

    Liebe Grüße
    Birgit



    editiert von: Ede, 23.06.2005, 14:05 Uhr

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  • verfasst: 24.06.2005, 13:10
       
    Liselotte
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    Hallo Dagmar

    Ich lebe schon seit 1987 mit dieser Krankheit. Auf meiner HP Willkommen bei Liselotte Graf könnt Ihr auf Seite 2, 3 und 4 nachlesen wie es mir erging und was ich Euch für welche Situation rate. Ihr erfährt dort auch Etwas zu den Themen Rehabilition, Umgang mit Ärzten, berufliche Wiedereingliederung, "Genesungsfeier" nach überstandenen schweren medizinischen Eingriffen ect. Ihr erfährt dort auch etwas über das Aspergersyndrom.

    Mit freundlichen Grüssen
    Liselotte



    editiert von: Liselotte, 24.06.2005, 14:31 Uhr

    Meduäres Schilddrüsenkarzinom, Aspergersyndrom, Übergewichtig, dunkelbraunes Haar, braune Augen, 167 cm grossäres
  • verfasst: 25.06.2005, 08:59
       
    kasey
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    Hallo Dagmar,

    ich hab von Eurer Geschichte von Marcus und Sabine im Krankenhaus gehört. Willkommen!

    Da bleibt einem ja echt die Spucke weg...
    Nun ja, ich bin auch so ein Beispiel, bloss bei mir sucht man seit vier Jahren bei hohen Calcitonin nach Metastasen und findet sie nicht.
    Letzte Woche hat man mich wieder mal an der Leber operiert und dachte da ist noch was- aber so wie esaussah wars bloss ne Zyste (oder doch nicht???). Wobei mir in Halle letztes Jahr schon vier Metasten aus der Leber entfernt wurden.
    Wahrscheinlich hat das Team dort zuwenig radikal operiert!!!!
    Also stimmt dass so auch nicht das Prof. Dralle radikal ist, zumindest in der Leber, da hat er die Dinger nur rausgeschält.

    Rauf und runter mit den Gefühlen....

    Man lernt irgendwann einigermassen zu leben damit, die Angst verfolgt aber einen dennoch immer!

    Apropo Chemotherapie,
    ich weiss nur dass in Essen der Prof. Mann einige Erfolge mit Chemo hatte, man aber eigentlich grundsätzlich sich damit zurückhält diese zu geben!!

    Mich sprach man in Regensburg (ein Onkologe der keine Ahnung von meiner Geschichte hatte) letzte Woche auf Chemo an.
    Ich hab den Typ gleich vergrault, erst recht nachdem er erfahren hat dass ich eh schon in Behandlung in der dortigen Onkologie bin.
    Der wollte mir tatsächlich eine Hammerchemo verklickern!!!!

    Zum Schluss stand er aber ziemlich belämmert da (ein Prof. ohne Stelle, sog. PD-Dr.).
    Meinte nur "Sie sind gut informiert!!".

    Also Dagmar,
    selbst informieren und Wissen sammeln ist bei der Krankheit wirklich das beste was ihr beide momentan tun könnt und nicht verrückt machen lassen, auch wenns gerade am Anfang der Krankengeschichte schwer fällt, ich weiss.

    Geniesst den Sommer, versucht es, es geht weiter!!

    Wie gesagt Dein Mann läuft bestimmt schon jahreland damit rum und wird es auch weiterhin tun!

    Liebe Grüsse
    Lydia


    Zwei Gefangene sahen durch ein Gitter in die Ferne, der eine sah den Schmutz der andere die Sterne
  • verfasst: 27.06.2005, 17:23
       
    Marcus
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    Hallo Dagmar,

    wir können und werden Dir jederzeit mit Antworten
    zur Seite stehen.
    Laß wieder von Dir hören.

    Alles Gute.
    Marcus


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