Ein herzliches Hallo an alle,
nach langer, langer Zeit möchte ich euch nun berichten, wie es bei uns weiterging und ich habe es sogar geschafft, mich zu registrieren

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Nachdem meine Mama im Anschluss ans KH 4 Wochen auf Kur war, sind wir nach Halle gefahren.
Das war mit Sicherheit die beste Entscheidung überhaupt und ich möchte euch allen nochmals ganz herzlich für eure ganzen guten Ratschläge und Tipps danken!!!.
Prof. Dralle hat sich unglaublich viel Zeit für uns genommen und uns noch mal alles ganz genau erklärt. Er ist in meinen Augen ein ganz großartiger Mensch. Leider hat auch er uns bestätigt, dass sich die wenigsten Ärzte mit dem C-Zell-Carzinom auskennen und ich kriege noch heute die große Wut, wenn ich an die Tumorkonferenz im KH denke.
Um eine eventuelle Nachoperation in Halle abzuklären, ordnete Prof. Dralle noch einige Untersuchungen an.
Im Dezember/Januar wurden dann ein
CT, ein
PET-CT und eine
DOTATOC Untersuchung durchgeführt.
Ende Januar waren wir dann wieder in Halle.
Leider ist eine Radiotherapie nicht möglich.
Es befinden sich noch 2 Teile des Tumors im Hals (direkt neben der Hauptschlagader, jeweils ca. 2-3 cm Durchmesser) und ein großer Teil direkt hinter dem Sternum, welcher bis in die Lunge/Bronchien reicht. Und dieser Teil ist wohl das Hauptproblem, da die Stelle ziemlich eng ist und eine Infiltration der Luft- und Speiseröhre zu befürchten ist.
Professor Dralle hat uns jetzt eine Bestrahlung empfohlen, welche nun seit dem 21.02. durchgeführt wird. Es werden insgesamt 60 Gray bestrahlt (30 Tage x 2 Gray) und die Ärzte sind eigentlich sehr sicher, dass eine entscheidende Verbesserung des Zustandes eintreten wird. Wir setzen große Hoffnungen in diese Bestrahlung.
An sich geht es meiner Mama zur Zeit relativ gut.
Wir haben auch einen neuen Arzt gefunden. Ein
Onkologe, der sich sehr intensiv mit meiner Mama beschäftigt und uns das Gefühl gibt, in guten Händen zu sein.
Der Calcitoninwert ist von 232 auf 547 gestiegen. Jedoch sollen wir, laut Prof. Dralle, diesem nicht allzu große Beachtung schenken.
Im Februar hat sie auch eine Misteltherapie zur Stärkung der Immunkräfte begonnen.
Die größten Probleme momentan hat sie mit einem ständigen Hustenreiz. Der Husten ist sehr trocken, sie hustet also nichts ab und manchmal muss sie so stark husten, das sie sich übergibt. Eine richtige Lösung für dieses Problem hat eigentlich kein Arzt. Leider.
Langsam beginnt auch die Bestrahlung Nebenwirkungen zu zeigen: die Mundschleimhaut ist trocken und der Hals ist entzündet wie bei einer Angina.
Natürlich habe ich auch noch ein paar Fragen an euch:
Hat jemand von euch eine Bestrahlung bekommen und wie waren da die Nebenwirkungen?
Hat die Bestrahlung eine Verringerung der Tumorausbreitung bewirkt?
Abschließend möchte ich nochmals DANKE sagen. Dieses
Forum und seine Mitglieder haben uns wirklich sehr geholfen. Nicht auszudenken, wenn ich euch nicht gefunden hätte.
Die Ärzte hier hatten meine Mama komplett aufgegeben und keinerlei Behandlung in Aussicht gestellt. Unglaublich.
Auch von meiner Mama soll ich euch alle sehr herzlich grüßen und DANKE sagen. Ich hatte ihr damals alle Beiträge hier ausgedruckt. Sie halfen sehr, dass sie Mut fasste um zu kämpfen.
Ganz herzliche Grüße an alle
von Heike (+ Mama)
editiert von: paweltschik, 06.03.2006, 14:35 Uhr