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Zum aktuellsten Beitrag
Timo ist Tot
  • verfasst: 18.01.2006, 20:10
    Anonymous
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    Ihr Lieben,

    mein über alles geliebter Mann ist am 16.01 in meinen Armen eingeschlafen- friedvoll und ohne weitere Tortouren. Er wollte nicht mehr und das Leben hatte für Ihn keine Perspektive mehr nach der OP in Halle (von der er sich nie wieder erholt hat). Ich habe in losgelassen, weil ich Ihn so geliebt habe und ich weiß, er ist jetzt in einer friedvolleren, besseren Welt. Ich wünsche Euch allen nur das beste, bleibt stark im Kopf und haltet durch...

    Alles Liebe
    Heike
  • verfasst: 18.01.2006, 20:44
       
    Liselotte
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    Hallo Heike

    Ich konduliere Dir ganz herzlich zu diesem Verlust. Ich habe den Kampf von Euch Beiden mit Interesse mitvervolgt.

    Mit freundlichen Grüssen
    Liselotte

    Meduäres Schilddrüsenkarzinom, Aspergersyndrom, Übergewichtig, dunkelbraunes Haar, braune Augen, 167 cm grossäres
  • verfasst: 19.01.2006, 07:52
       
    kasey
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    Hallo Heike,

    auch von mir ein herzliches Beileid!

    Du hast jetzt wahrlich andere Gedanken, aber ich stelle dennoch meine Frage:

    Warum jetzt so schnell?
    Waren jetzt doch die Metastasen in der Lunge schuld das er so schnell gehen musste?

    Ein grosses unverständiges WARUM??

    Er war doch auf dem Weg der Besserung, dachte ich zumindest?
    Was ist passiert?

    Entschuldige wenn ich wenig taktvoll auf Deine Nachricht reagiere!

    Es tut so weh so was zu lesen, gehört aber leider dazu!

    Liebe, dich knuddelnde und drückende
    Grüsse, sei tapfer

    Lydia





    editiert von: kasey, 19.01.2006, 10:50 Uhr

    Zwei Gefangene sahen durch ein Gitter in die Ferne, der eine sah den Schmutz der andere die Sterne
  • verfasst: 19.01.2006, 08:35
     
    Bertram
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    Liebe Heike,

    ich sende Dir mein aufrichtiges Beileid.

    Deine Zeilen haben mich tief bewegt. Wenn Du Hilfe brauchst, dann scheue Dich nicht. Einfach melden.

    LG

    Sabine

    Unsere Mühe kann selbst unser Schicksal besiegen.
    (Römische Weisheit)
  • verfasst: 19.01.2006, 08:45
     
    gband
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    Liebe Heike,

    habe alles verfolgt hier im Forum über Timo, melde mich aber erst jetzt zu Wort.
    Vorweg mein tiefstes Beileid zu Deinem so schmerzhaften Verlust. Du hast so tapfer für Ihn gekämpft und mit Ihm nichts unversucht gelassen. Lass Dir zum Trost sein, daß sicher alle hier, die wir kämpfen, jetzt im Geiste bei Dir und Timo sind.

    Alles Liebe

    Gernot
  • verfasst: 19.01.2006, 09:25
    Anonymous
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    Liebe Heike,

    ich möchte mich den Worten von Gernot anschließen, mehr und besser hätte ich es nicht sagen können.
    Ich denke an dich, ich denke an euch. Fühle dich umarmt.

    Liebe Grüße
    Bärbel
  • verfasst: 19.01.2006, 10:54
     
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    Liebe Heike,

    es gibt Momente, da gibt es keine passenden Worte. Ich schließe mich Gernot's Worten an, meine Gedanken sind bei Euch!

    Alles Liebe
    Katja
  • verfasst: 19.01.2006, 19:50
     
    Ede
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    Liebe Heike,
    wir wissen nicht was wir dazu sagen sollen, uns fehlen einfach die Worte. Wir wünschen Dir viel Kraft für die kommende Zeit. Du weißt ja dass wir hier im Forum immer für Dich da sind. Melde Dich einfach, wenn Dir die Decke auf den Kopf fällt. Wir denken das Forum ist auch für diesen Fall eine wertvolle Hilfe ist. Wir bewundern Euch wie Ihr gekämpft hat, sind aber gleichzeitig schockiert, dass alles so schnell vorbei sein kann!
    Bleibe Stark!

    Liebe Grüße Birgit und Ede

    http://www.c-zell-karzinom-online.info/html/modules/typetool/pnincludes/emotion/yinyang.gif "wait and see" http://www.c-zell-karzinom-online.info/html/modules/typetool/pnincludes/emotion/yinyang.gif
  • verfasst: 19.01.2006, 20:04
       
    admin
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    Admin Admin
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    Hallo Heike,
    fühl Dich auch von mir gedrückt, mir fehlen einfach die richtigen Worte. icon_frown


    Gruss, Admin aka Eberhard
  • verfasst: 20.01.2006, 13:04
       
    Marcus
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    Hallo Heike,

    bin gerade erst aus meinem Urlaub zurück und dann lese ich sowas erschreckendes.

    Mir bleibt fast die Luft stehn, so plötzlich und schnell, meine Güte.

    Mir tut es so unendlich Leid für Deine Familie und besonders für Dich.

    Ich kann Deine Situation vollkommen nachvollziehen, ich habe im November auch jemand ganz nahes verloren.

    Wenn ich Dir helfen kann, ich bin gern für Dich da.

    Ganz viel Kraft !

    Marcus




    editiert von: Marcus, 20.01.2006, 14:06 Uhr

    -Gib jedem Tag die Chance,der Schönste deines Lebens zu werden.

    - Jeder Tag ist ein Kleines Leben.


    http://www.sd-krebs.de








  • verfasst: 20.01.2006, 17:32
     
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    Liebe Heike,
    ich kann zwar auch nur wiederholen, was meine Vorgänger schon alles geschrieben haben, aber auch ich möchte es dir noch mal sagen: ich bin erschüttert und in Gedanken bei dir. Ich wünsche dir viel Stärke und Mut um die schlimme Zeit zu überstehen. ich bin sicher, du kannst dich an jeden von uns wenden wenn du Hife brauchst.
    Alles Liebe,
    Ulla
  • verfasst: 20.01.2006, 17:50
     
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    Hallo Heike,
    auch von mir mein aufrichtiges Beileid.
    Es kam doch wohl sehr plötzlich, bin ganz schön
    geschockt. Wäre wirklich gut wenn Du uns, wenn Du es magst, mitteilst warum es jetzt so schnell mit Timo zu Ende ging.
    Bin auch in Gedanken bei Dir und wünsche Dir für die nächste Zeit viel Kraft !!!

    Alles Liebe !!!

    Michael
  • verfasst: 23.01.2006, 16:37
    Anonymous
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    Ihr Lieben,

    vielen Dank für all die lieben Worte! Es ist für mich immer noch wie ein böser Traum aus dem ich glaube jeden Moment erwachen zu müssen... ich kann es selbst nicht fassen, nicht begreifen...
    Letztendlich glaube ich, dass der Grund für das alles schon mit der OP in Halle began. Ich glaube ich habe darüber nie etwas geschrieben, weil ich niemanden Angst machen wollte, aber ich finde es ist jetzt an der Zeit. Timo hatte in Halle einen Herzstillstand, er war 3 Minuten weg und musste reanimiert werden. Danach war er nicht mehr der Selbe. Er sagte immer er war auf der anderen Seite und die hat Ihn nochmal zurückgeschickt. Er hat das Licht gesehen und er fand es sehr schön. Er wusste sofort nach der OP (als er auf der Intensiv erwachte) das etwas nicht in Ordnung ist. Er hat immer wieder gesagt, dass er nicht richtig in seinem Körper steckt und niemand hat Ihn damals dort so richtig ernst genommen... . Mit der Operation und der verbrecherisch schlechten Nachsorge von Halle und der Uni Ulm (das muß hier mal ganz klar erwähnt werden) began für Timo ein Kampf aus Schmerz, Angst, verspielten Träumen... man sagte Ihm er könne nach 3 Wochen wieder arbeiten "alles kein Problem", er hatte aber noch Schmerzen, kam nicht mit der Situation klar, wollte nicht als Schlappschwanz dastehen... jeder von den Ärzten sagte ja "ach, das ist doch für Sie kein Problem". Er hätte viel eher eine gute, vorallem auch psychologische Nachsorge gebraucht... ! Er hat sich in die Arbeit geschleppt, hat nicht mehr lachen können, hat nicht mehr weinen können... bloß eines hat er bis zum Schluß gesagt "Halle war zuviel". Die Aufklärung in Halle war beschissen, dafür das ein Prof. den 6 1/2 fachen Satz abrechnet sollte man doch meinen, dass darin ein anständiges Aufklärungsgespräch enthalten ist. Naja, es geht hier nicht um Schuldzuweisungen sondern darum, das man nicht nur den Körper sondern den ganzen Menschen behandeln muß. Jeder funktioniert individuell anders... Ich könnte einen Roman über die Pannen der Schulmedizin schreiben, aber ich glaube davon hat hier keiner was- denn Ihr braucht Sie weiter.
    Letztendlich war die Zeit in Meschede die wertvollste die Timo und ich noch gemeinsam hatten. Eine geniale Klinik mit genialen Ärzten, die sich mit dem Menschen und nicht mit der Krankheit alleine beschäftigen... Timo hat dort die Angst vor dem Sterben und vor dem Leben verloren.
    Ja, warum ging es so schnell. Ich kann Euch nur meine Ansicht der Dinge wiedergeben und die ist ganzheitlich. Timo hatte aufgegeben als er merkte, dass sich seine Träume nicht mehr verwirklichen lassen, selbst wenn irgendwas gestoppt worden wäre, er hätte ein Leben unter den Einschränkungen zu leiden gehabt. Letztendlich glaube ich, dass ich Ihn festgehalten habe, aus Angst, aus falsch verstandener Liebe... 10 Minuten bevor er gestorben ist (es kam eine zweite Lungenentzündung hinterher) habe ich zu Gott gebetet und Ihm gesagt, das ich Ihn aus Liebe gehen lasse, wenn das Endergebnis dasselbe ist und alles sein Leiden nur verlängert. Kurz darauf hat er mich gerufen und hat gesagt ich soll ihm den Rücken streicheln (das war zuhause in unserem Bett). Ihm ging es sehr schlecht, Sauerstoff auf 4, total abgemagert, keine Kraft mehr, keine Luft mehr, es tat so weh. Ich habe mich zu Ihm gelegt und auf einmal sagte er "ich muß jetzt hoch". Ich lief um das Bett herum und er ist mir direkt in die Arme gefallen, hat noch einen tiefen Luftzug gemacht und war tot. Für all das wird es keine medizinische Erklärung alleine geben, aber ich kann Euch allen sagen, dass er ganz friedlich aussah und das er an einen schöneren Ort gegangen ist (das ist kein Glauben, das ist Wissen). Er ist bei mir und ich werde Ihn wiedersehen, dann wenn ich meine Aufgabe hier erfüllt habe...

    Mehr kann ich dazu nicht sagen und ich hoffe, das meine Zeilen ein bisschen helfen die Dinge auch mal in einem größeren Gesamtzusammenhang zu betrachten!!!

    Alles Gute für Euch alle, auch von Timo icon_wink

    Eure Heike
  • verfasst: 23.01.2006, 21:49
       
    Liselotte
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    Liebe Heike

    Danke für die offene Auskunft.

    Ich wünsche Dir und Deiner Famile alles nur erdenklich Gute.

    Mit freundlichen Grüssen
    Liselotte

    Meduäres Schilddrüsenkarzinom, Aspergersyndrom, Übergewichtig, dunkelbraunes Haar, braune Augen, 167 cm grossäres
  • verfasst: 24.01.2006, 04:00
     
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    Zu: Prof. Dr. Dralle/Halle


    Liebe Heike,


    es tut mir unheimlich leid, dass Du Deinen Timo in dieser Welt nicht mehr bei Dir hast.
    Den Schmerz, den Du bisher ertragen hast und der jetzt bestimmt eine ganz andere Art und Dimension angenommen hat, muss unfassbar schlimm sein.
    Ich bin mir sicher, dass Timo seine Schmerzen dagegen nicht mehr hat und jetzt unheimlich glücklich ist, wo immer er auch ist. Freue Dich darüber! Ich bin mir sicher, auch Du schaffst es für Dich auch diesen Schmerz zu überwinden und wirst selber Dein Lachen wieder finden.
    Dein Timo würde sich bestimmt freuen…


    Bitte entschuldige meine folgende Anmerkung zu Deiner über Prof. Dr. Dralle, aber es fällt mir schwer, Deine Wut, die ich sehr gut nachvollziehen kann, einfach stehen zu lassen.

    Bitte bedenke, das Prof. Dralle ein Mediziner- ein Chirurg ist. Bei ganz abstrakter Betrachtung ist nicht ER/sein Team für eine psychologische Betreuung verantwortlich. Für einen Patienten mit einer schweren Krankheit ist eine solche Betreuung auch aus meiner Sicht absolut notwendig, ebenso eine sehr gute medizinische Nachbetreuung. Im Optimalfall gehört beides durchgeführt. Doch mit unserem aktuellem Gesundheitssystem ist einfach keine optimale Betreuung eines Patienten zu gewährleisten.

    Bedenke doch bitte, dass Prof Dralle ein Spezialist auf seinem Gebiet ist, der von sämtlichen Orten in Deutschland und bestimmt weltweit in Anspruch genommen wird. Als meine Mutter bei ihm wochenlang auf der Station lag, haben wir jeden Tag sein enormes Arbeitspensum und sein Engagement festgestellt, mit dem er versucht, sämtlichen Patienten gerecht zu werden und sein eigenes Leben dem völlig unterordnet.
    Gerade er nimmt sich doch Zeit für Vorgespräche und versucht, jeden Patienten auch als Person einzuschätzen. Ich bin vorher und auch bis heute auf keinen weiteren Mediziner dieser Art getroffen.

    Bitte lasse nicht außer Acht, dass er ein Spezialist auf dem Gebiet der Chirurgie ist und aufgrund seiner Fähigkeiten von sämtlichen Orten der Welt gerufen wird. Es liegt in seinem Ermessen, wie er seine Arbeit gewichtet.
    Ich bin ihm sehr dankbar , dass er sich für meine Mutter Zeit genommen und sie behandelt hat. Würde er sich auch um die psychologische Nachversorgung eines Patienten kümmern, wäre vielleicht meine Mutter diejenige gewesen, für die er dann keine Zeit mehr gehabt hätte, weil der Tag doch auch nur 24 Stunden hat. Für Versorgungen unterhalb seiner Spitzenleistung, die man auch von anderen Medizinern erwarten kann, sind auch wir zu anderen gegangen, um Platz zu machen für andere Patienten, die seine Fähigkeiten brauchen.

    Meine Mutter hat sich von der Operation bei ihm auch nicht mehr erholt. Das liegt jedoch in der logischen Konsequenz dieses medizinischen Eingriffes. Sicherlich haben wir uns unmittelbar nach der OP, als alles gut gegangen ist gedacht, dass wir heute wieder mit ihr lachend und hüpfend durchs Leben gehen. Dieser Optimismus scheint mir nur allzu menschlich.
    Doch vor der OP in Halle haben wir uns noch nicht einmal mehr vorstellen können, dass sie zu dieser jetzigen Zeit noch bei uns ist. Dass es ihr so schlecht geht, liegt an der verdammten Krankheit Krebs, die sie zerfrisst und die damalige Operation überhaupt notwendig gemacht. Wenn mich ihre schlechte Verfassung verzweifeln lässt, stelle ich mir oft die Frage, was wäre ohne diesen Eingriff geworden?

    Es ist immer eine Abwägung und man weiß doch nie, was das richtige ist, weil man nicht in die Zukunft sehen kann. Doch bitte sei gerecht und lasse nicht außer Betracht, dass ihr Halle aus einem bestimmten Grund aufgesucht habt.



    Ich bitte nochmals um Entschuldigung, wenn ich Dir zu Nahe getreten bin und ohne Eure Geschichte genau zu kennen, mich einfach dazu äußere. Das ist hier jedoch ein Forum für Erfahrungsaustausche und ich mache nur davon Gebrauch, auch meine Erfahrungen und Gedanken auszudrücken. Was immer auch das richtige ist…


    Alles Gute und ganz liebe Grüße,

    Sandra



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