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Zum aktuellsten Beitrag
Wie geht es weiter?
  • verfasst: 22.06.2006, 14:37
     
    ando
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    Hallo,
    ich hatte eine SD-OP bei der ein medulläres Karzinom festgestellt wurde.
    Während der OP wurde beschlossen mir die gesamte SD und einige (ca. 11) Lymphknoten links, etwas umliegendes Gewebe, sowie eine Nebenschilddrüse (hing an einen Lymphknoten) zu entfernen.
    4 Tage später bekam ich den Befund, dass die Lymphknoten nicht befallen sind und ich wurde nach Hause geschickt, mit dem Hinweis mich bald beim Hausarzt zu melden, das habe ich sofort am nächsten Tag gemacht.
    Von Ihm bekam ich meine Hormone verschrieben (das klappt so weit ganz ordentlich), ein Bluttest ergab keinen messbaren Calzitoninwert und ein Gentest bestätigte ein spontanes medulläres Karzinom.
    Laut Aussage des Arztes bin ich gesund icon_biggrin und sollte einmal im Jahr mein Blut auf Calzitonin untersuchen lassen. Ich bekam keine weiteren Anweisungen und ging 3 Wochen nach der OP wieder arbeiten.
    Auf meine Frage, ob ich noch mal Krebs kriegen könnte sagte man mir - dies sei sehr unwahrscheinlich, denn die SD sei ja nicht mehr vorhanden.
    Durch das Forum habe ich das Gefühl, dass die Info Seitens des Arztes etwas dürftig ist und es nicht ganz so easy ist wie er mir erzählt.
    Wie geht es weiter? - Kann mir das einer sagen?
    Was muss ich beachten, wissen oder was kann ich noch tun?
    Besten Dank schon mal im voraus für Eure Antworten!

    Grüße von ando
  • verfasst: 22.06.2006, 19:11
     
    Bertram
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    Hallo Ando,

    das Du keinen messbaren Calcitonienwert hast ist doch schon einmal positiv.

    Normal bei nachweisbaren Calzitonien wäre eine Kontrolle in kurzen Abständen nach der OP. Bei mir war dies beispielsweise monatlich. Als sich der Wert eingepegelt hat wurden die Abstände des Messens vergrößert - vierteljährlich dann halbjährlich.

    Ferner würde ein Pentagastrintest erfolgen und die Verfahren der bildgebenden Diagnostik zum Einsatz kommen. Dazu zählen vor allem MRT, CT und Knochenszintigraphie. Dort können unter Umständen Fernmetastasen/auffällige Herde entdeckt werden - Nachteil allerdings, diese müssen eine Größe von ca. 0,5 - 0,8 mm haben um sichtbar gemacht zu werden. Das sind eigentlich die Dinge die nach einer OP des med. SD-K. mit anschließend erhöhtem Tumormaker gemacht werden.

    Da bei Dir der Primärtumor noch nicht gestreut hat kannst Du Dich sehr glücklich schätzen. Vorsichtshalber würde ich jedoch an Deiner Stelle halbjährlich auf Calcitonien untersuchen lassen. Einfach für Dich zur Sicherheit.

    Sabine

    Unsere Mühe kann selbst unser Schicksal besiegen.
    (Römische Weisheit)
  • verfasst: 23.06.2006, 00:14
       
    Marcus
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    256
    Hallo Ando,

    das Du keinen meßbaren Calcitonin mehr hast,
    ist doch ein großer Erfolg icon_smile
    Aber dennoch würde ich gerne die Frage stellen,
    wie Dein Calcitonin vor der Operation war, wenn der überhaupt gemessen wurde ?
    Wenn das medulläre SD-Carcinom erst bei der OP durch ein Schnellschnitt festgestellt wurde, so denke ich,wurde wohl kein Calcitonin gemessen, oder wie war der Ablauf bei Dir?

    War Dein Calcitonin unter der Nachweisgrenze, sprich ca. unter 1,5 oder war überhaupt keine Messung möglich ?

    Wie Sabine Dir schon geraten hat, schließe ich mich an,ich würde Dir ebenfalls eine halbjährliche Kontrolle empfehlen um auf der sicheren Seite zu sein.

    Da Deine jetzigen Werte mehr als positiv sind,
    so kannst Du Dich in Zukunft ganz gelassen und relext Deines Lebens widmen icon_smile
    Ich freu mich für Dich.

    Ich hoffe, ich höre bald wieder von Dir.

    Liebe Grüße
    Marcus




    editiert von: Marcus, 23.06.2006, 01:15 Uhr

    -Gib jedem Tag die Chance,der Schönste deines Lebens zu werden.

    - Jeder Tag ist ein Kleines Leben.


    http://www.sd-krebs.de








  • verfasst: 23.06.2006, 16:16
     
    Ede
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    307
    Hallo Ando,

    so wie sich das anhört hast Du wirklich Glück gehabt. Der Calzitoninwert sollte jedoch auf jeden Fall in der Nachsorge regelmäßig überprüft werden, dazu gehört auch ein Pentagastrintest, der zwar etwas unangenahm ist (Übelkeit), aber das geht ganz schnell vorbei.
    Du kannst die Nachsorge auch bei einem guten Nuklearmediziner machen lassen, das ist persönlicher als in den meisten Kliniken.

    ZitatAuf meine Frage, ob ich noch mal Krebs kriegen könnte sagte man mir - dies sei sehr unwahrscheinlich, denn die SD sei ja nicht mehr vorhanden.


    .... es wurden ja nur Lymphknoten auf der linken Seite entfernt, was ist mit der rechten Seite? Wurden links mehrere Stationen oder nur einzelne Lymphknoten entfernt? .... Also ganz auszuschließen, dass irgendwo Mikrometastasen sind kann man aufgrund der SD-Entfernung nicht. Calzitonin ist jedoch ein hervorragender Tumormarker, so dass Du mit regelmäßiger Nachsorge sicherlich auf der sicheren Seite bist. Freue Dich doch, dass alles so gut verlaufen ist!

    Liebe Grüße
    Birgit

    http://www.c-zell-karzinom-online.info/html/modules/typetool/pnincludes/emotion/yinyang.gif "wait and see" http://www.c-zell-karzinom-online.info/html/modules/typetool/pnincludes/emotion/yinyang.gif
  • verfasst: 23.06.2006, 18:19
     
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    74
    Hi Ando,
    innerhalb der ersten fünf Jahre sind halbjährliche Untersuchungen angeraten:
    Thorax-Röntgen (genügt1x im Jahr)
    Sono Hals
    Sono Abdomen
    MRT Hals/Oberkörper
    Knochenszinti
    Bestimmtung SD-Werte TSH+fT4+fT3
    Bestimmung Calcitonin-Wert
    Bestimmung CEA (auch ein Tumormaker)
    Pentagastrin-Stimulationstest
    Meine Termine für Juli habe ich schon in der Tasche! icon_wink

    LG
    Dein Birgit(le)

    Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte.
    Da traf ich auf einen, der keine Füße hatte.
  • verfasst: 25.06.2006, 22:49
     
    ando
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    Hallo Marcus,

    zu deiner Frage:

    [Aber dennoch würde ich gerne die Frage stellen, wie Dein Calcitonin vor der Operation war, wenn der überhaupt gemessen wurde ? War Dein Calcitonin unter der Nachweisgrenze, sprich ca. unter 1,5 oder war überhaupt keine Messung möglich ?]

    Vor der OP wurde Calcitonin gemessen, aber mir wurde gesagt, dass das höchst wahrscheinlich nichts mit Krebs zu tun hat, da mein Knoten ja so klein ist!!

    Die Werte vor der OP:

    vom Endokrinologen
    Calcitonin 330.35 pg/ml - Frauen 4,6 pg/ml
    Thyreotrpin 1.3 uE/ml
    Thyreoglobulin 17 ng/ml
    Echomuster links 11x12x15 echoarmer Knoten mit Kalk

    Die Werte nach der OP:

    vom Hausarzt 3 Wochen nach OP
    Calcitonin kleiner 5 pg/ml
    TSH basal LIA 19.7
    T3 1.18
    T4 9.54

    vom Endokrinologen 5 Wochen nach der OP
    Calcitonin kleiner 2 pg/ml
    Thyreotrpin 4.4 uE/ml
    Thyreoglobulin 0.41 ng/ml
    Carcinoembrionales Antigen 1.4 ng/ml (Was ist das?)

    Im Laborbericht Schnellschnitt stand:

    1. Schilddrüse links
    Ein gut umschriebener, gelblich-weißer Knoten (Durchm. 1,2 cm).
    Neben regulärem Schilddrüsenparenchym eine auffällige Zellpopulation in solider, teils follikulärer Lagerung mit zystische-regressiven Formationen, Blutungsresiduen, sowie Hyalinose des Stomas, das Zytoplasma teilweise breit entwickelt, schwach eosinophil. Die Komplexe erstrecken sich in das angrenzende reguläre follikuläre Gewebe. Die Randbereiche sind frei. Im regulären Schilddrüsenparenchym fokale geringe lymphozytäre Infiltrate.

    2. Schilddrüse rechts
    Ein winziger, gelblich-glänzender, 0,2 cm messender Knoten.
    Schilddrüsengewebe mit reichlich Kollorid, fokale lymphozytäre Infiltration, keine Defekte, keine Atypien.

    3. Weichgewebe zwischen Trachea und großen Gefäßen links
    Keine Knoten.
    Fettgewebe mit Einschluss von 6 Lymphknoten, regulär differenziert mit Sinushistiozytose, geringer Fibrose, keine Atypien. Des Weiteren ein Epithelkörperchen mit regulärem Aufbau, interstitiellem Fettgewebe, sowie Thymusgewebe mit regressiver Veränderung und vermehrtem interstitiellem Fettgewebe ohne Atypien.

    4. Weichgewebe postero-lateral der großen Gefäße links
    Darin enthalten Knoten mit einem Durchm. bis 0,5 cm.
    Vier Lymphknoten wie zuvor regulär aufgebaut mit Sinushistiozytos, keine Atypien.

    Der Text ist etwas lang geworden, aber ich hoffe dir somit alle relevanten Angaben gemacht zu haben, auch wenn ich nichts davon verstehe, vielleicht sagt es dir ja mehr. Ich gin bisher davon aus, dass -keine Atypien- sowas heißt wie kein Krebsbefall!

    Grüße ando
  • verfasst: 26.06.2006, 11:08
       
    Marcus
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    256
    Hallo Ando,

    vielen Dank für Deine Antwort.
    Das Wort "Höchstwarscheinlich" ist ja nicht sehr gut ausgefallen, da sich ja ein Calcitoninwert von ca. 330 pg/ml bestätigte.
    Wenn ich mich jetzt recht erinnere, so war es bei mir 1999 fast ähnlich.
    Ich hatte vor der Operation einen Calcitoninwert von 419 pg/ml und nach meiner Nec.dis in Halle einen Wert von 1,3 pg/ml
    Zusammengefasst deutlich zu erkennen, dass die Operation bei Dir ebenfalls ein großer Erfolg war.
    Carcinoembrionales Antigen ist der CEA Wert der zusammen mit dem Calcitonin bestimmt wird.
    Der CEA ist bei Lungentumore,Bronchialkarzinom
    Mammakarzinom, Magenkarzinom
    erhöhter Alkoholbedarf, bei Rauchern etc.deutlich zu erkennen. Bei Dir liegt der Wert bei 4,1 ng/l,
    das ist völlig in Ordnung. Von Labor zu Labor unterschiedliche Normbereiche i.d.R. zwischen 3,5 - 4,9 bei Rauchern bis zu 11

    Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Gesundheit,
    hoffe man hört wieder von Dir.

    Liebe Grüße
    Marcus



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  • verfasst: 26.06.2006, 16:11
     
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    Hallo Ando,
    also: zuerst mal sorry, ich habe, was die Nachsorge angeht, meinen Doc falsch verstanden. (mein Posting von zuvor)Bei der ersten Nachsorge nach der OP wurde an Gerätebehandlung gemacht:

    MRT Hals/Oberkörper,
    Sono Hals (Ultraschall),
    Sono Abdomen (Ultraschall Bauch, Leber, Niere, Milz, Bauchspeichelsdrüse und was man da so hat) und ein
    Skelettszintigrafie.
    Die halbjährlichen Turnusuntersuchungen schliessen erst mal nur eine SD-Untersuchung per Ultraschall und eine Blutuntersuchung ein, keine weiteren Geräte.
    Erst wenn bei einer Blutuntersuchung festgestellt wird, dass der Tumormarker sich erhöht (Calcitonin, CEA), kann man wieder zwecks Suche der Metastasen auf die Gerätemedizin zurückgreifen. So ists bei mir.
    Mein Calcitonin war vorher 131 pg/ml (Norm bis zu 10) und das war ein Knoten von 1,1 cm. Also nicht so weit von Dir entfernt.
    Ähnliche Begriffe in meinem OP-Bericht erkenne ich wieder. Irgendwelche Zellen waren auch "mittelweit mit Kolloid gefüllt". Sind bei Dir nicht die Krebszellen Kongorot eingefärbt worden?
    Egal, Hauptsache, Du hast es gut überstanden!
    CEA ist in Verbindung mit dem MTC zwar auch ein Tumormarker, wenn er nach einer OP weiter ansteigt, dann aber sehr unspezifisch (leider). Die Werte können auch bei nur Entzündungen erhöht sein. Es gibt einige Kombinationen z.B. CEA + CA 19-9 (koloreaktale Karzinome) wo man dann eine mögliche Metastasierung eingrenzen kann.
    Übrigens wichtig: die regelmäßige Einnahme von Biotin kann den CEA-Wert erhöhen!
    LG an alle
    Eure Birgit(le)


    Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte.
    Da traf ich auf einen, der keine Füße hatte.
  • verfasst: 26.06.2006, 16:15
     
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    PS
    Da fällt mir ein - Dein Doc hat ja mit "höchstwahrscheinlich nicht" völlig daneben getippt! Meine Radiologin war bei 131 sofort hellhörig und hat (Gott sei Dank) mit mir Tacheless gesprochen. Tja, leider hatte sie ja Recht. Und was heißt "so klein", Wenn ich mir meine insgesamt 18 g Schilddrüse so als Stück Fleisch vorstellen, dann ist da ein Knoten von 1,1 cm doch nicht klein!!!!
    Wie sagt da immer Herr Dallmeier: Augen auf beim Kaffeekauf.....
    In diesem Sinne Ihr Lieben
    Eure
    Birgit(le)

    Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte.
    Da traf ich auf einen, der keine Füße hatte.
  • verfasst: 26.06.2006, 22:21
       
    Liselotte
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    Hallo Bitgit

    Was ist 131 und was ist Tacheless?

    Mit freundlichen Grüssen
    Liselotte

    Meduäres Schilddrüsenkarzinom, Aspergersyndrom, Übergewichtig, dunkelbraunes Haar, braune Augen, 167 cm grossäres
  • verfasst: 26.06.2006, 22:22
       
    Liselotte
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    Hallo Ando

    Ich gratuliere Dir zu Deinem Erfolg. Da hast Du etwas zu feiern.

    Mit freundlichen Grüssen
    Liselotte

    Meduäres Schilddrüsenkarzinom, Aspergersyndrom, Übergewichtig, dunkelbraunes Haar, braune Augen, 167 cm grossäres
  • verfasst: 27.06.2006, 08:36
       
    kasey
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    Liselotte,

    lies den vorherigen Text dann weisst Du das 131 pg/ml gemeint sind, also Calcitonin 131.
    Tacheless bedeutet meiner Meinung nach Klartext reden mit jemandem, ich weiss es aber selbst nicht. Aber im Zusammenhang liest es sich so.

    Gruss
    Lydia

    Zwei Gefangene sahen durch ein Gitter in die Ferne, der eine sah den Schmutz der andere die Sterne
 

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