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Bürokratismus und neue nützliche Ideen....
  • Posted: 07.12.2004, 09:14
       
    kasey
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    Hi,

    der Überbürokratismus, oder wie soll ich das sonst bezeichnen, unsere lahmen Politiker, unser "krankes, ausgebeutetes" Gesundheitssystem hindert uns daran wirklich nützliche Dinge annehmen zu können. Das ganze führt zur Zweiklassenmedizin
    Siehe hier Beitrag zu Thalidomid (Contergan):

    http://www.krankenkassen-direkt.de/news/news.pl?val=1102409144&;news=95142544
    (Danke Eberhard für den Link)
    Sicher ist Contergan in Veruf geraten dadurch das es ungeborene Kinder geschädigt hat (Gliedmassenverkürzungen usw.), weil es das Zellwachstum gehindert hat, aber eben nun diese Wirkungsweise (Antiangiogenese) ist nun sehr nützlich in der Krebstherapie, da es sehr effektvoll das Krebswachstum hindern kann.

    Aber dieses Medikament ist ja nicht das einzige das an unserem Bürokratenwahn scheitert.
    Sicher, man muss vorsichtig sein....
    Aber man kann auch übertreiben...
    Alles dauert bei uns monate- ja jahrelang bis es genehmigt ist, woanders geht es viel schneller und ist deswegen auch nicht weniger sicher.

    PET/CT ist laut Infotag in Halle in Amerika schon eine anerkannte Kassenleistung da man erkannt hat das diese Untersuchungmöglichkeit Folgekosten (wie unnötige Operationen) einsparen helfen kann.
    Wie sieht das bei uns aus?

    Äusserst mies...
    icon_mad
    Ich könnte mich da so ärgern drüber, weiss aber nicht was ich alleine dagegen tun kann.
    Nichts....

    Wie ist eure Meinung dazu.

    Bye

    Lydia





    editiert von: kasey, 07.12.2004, 10:26 Uhr

    Zwei Gefangene sahen durch ein Gitter in die Ferne, der eine sah den Schmutz der andere die Sterne
  • Posted: 07.12.2004, 11:38
       
    admin
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    Die Links sind nicht von mir sondern werden automatisch durch krankenkassen-direkt.de geliefert.
    Das ist ein sogenannter RSS Feed auf neudeutsch.

    Was man tun kann weiss ich auch nicht.
    In die Politik gehen oder bei den Sozialwahlen mitmachen, ich fürchte das Thema wird nicht genug Menschen aktivieren um wirklich Wirkung zu erzielen. icon_frown

    Gruss, Admin aka Eberhard
  • Posted: 08.12.2004, 09:02
     
    Bertram
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    Hallo Lydia,

    zum Thema PET-CT muss noch angefügt werden, dass dieser für die privat krankenversicherten Leute dieser von deren Krankenkasse übernommen wird. Bei den Normalos erfolgt eine Kostenübernahme nur, bei teil- bzw.vollstadtionärer Aufnahme. Diese Differenzierungen kann ich auch nicht nachvollziehen. Bin der Meinung, dass doch eine gute

    Vorsorge, speziell auch für Krebserkrankte

    kostengünstiger ist, als wenn man die Krankheit ausufern lässt.

    Insgesamt gesehen, ist das aber aus meiner Sicht aber nur der Anfang einer sich anzeichnenden miserablen Situation. Meine damit, dass wir uns auf noch mehr Einschnitte einrichten müssen.

    Lösung, wir werden alle Politiker......................... War natürlich ein Sparwitz - nur was soll der Einzelne denn bewerkstelligen?

    Könnte tausend Beispiele benennen, die auf eine Ungleichbehandlung der Menschen darstellen. Hab grad wenig Zeit.................. mache ein Beispiel morgen.

    Sabine



    Unsere Mühe kann selbst unser Schicksal besiegen.
    (Römische Weisheit)
  • Posted: 09.12.2004, 18:52
     
    Bertram
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    Hallo Lydia,

    ich hatte eigentlich gedacht, dass dieses brisante Thema kräftig diskutiert wird. Sollte Euch mein Beitrag zu radikal sein, dann lasst es mich bitte wissen.

    Zuerst möchte ich nochmal auf den Vortrag von Halle eingehen. Hoffnungsvolle Gesicherter als das PET-CT vorgestellt wurde. Ich nehme an, dass sicherlich 80 Prozent der Zuhörer sofort  dieses bildgebende Diagnostikverfahren als eines ihrer nächsten Untersuchungen in Betracht gezogen haben. Enttäuschung als im letzten Passus des Vortrages gleich gesagt wurde, dass dies die Krankenkassen nur bedingt zahlen. Für mich auch nicht nachvollziehbar, da es ja zum einen viel patientenschonender und viel genauer ist als CT und MRT.

    Ich denke allerdings, dass dies nur ein kleiner Stein des Anstoßes ist. Bedauerlicherweise betrifft das uns Medulären doch ich möchte noch andere für mich Ungereimtheiten ansprechen.

    Die wohl häufigsten Krebserkrankungen sind:

    1. bei den Frauen Brustkrebs und

    2. bei den Männern Prostatakrebs

    Wieso wird hier nicht genauso wie nach dem Prinzip des Zahnarztbonus verfahren. Mein Vorschlag wäre, dass ab einem bestimmten Lebensalter - vielleicht 40 Jahre - jeder Bürger im Abstand von 2 - 3 Jahren zur Vorsorgeuntersuchung geht. In Anlehnung an das Bonusprinzip - heißt entweder Stempel in ein Heft oder noch intelligenter per Chip.

    Auf diesem Gebiet werden die Vorsorgekosten lieber gespart und es wird in Kauf genommen, dass z. Bsp. Frauen erst zur Mamographie gehen, wenn ein blinder mit Krickstock schon den Brustkrebs erkennt. Ein aktuelles Selbsterlebnis hierfür ist meine eigene Mutter. Bei ihr war der Brustkrebs so weit fortgeschritten, dass gar nicht mehr operiert werden konnte. Vom Tag der Diagnose bis zu ihrem Ableben lagen genau 6 Wochen. In der Zwischenzeit war sie ständiger Gast im KH, mit unzähligen Untersuchungen, Chemo usw. ................

    Zwei o­nkel's von mir sind an Prostatakrebs gestorben. Aber nicht von heute auf morgen. Nein jahrelanges herumdoktern mit Katheder, Entzündungen bis hin zur Pflegestufe - nicht erwähnt ebenfalls wiederholte Krankenhausaufenthalte.

    Wer zahlt das Alles? Der brave arbeitende deutsche Bürger. Der Vorsorgeaufwand ist aus meiner Sicht billiger als wenn man die Bombe platzen lässt und die Scherben versucht zu kitten.

    Die nächste Frage, die sich mir stellt ist eigentlich, warum wird laufend gekräht "die Kassen sind leer - wir müssen weitere Abstriche machen"?

    Spontan fallen mir 2 Sachen ein.

    1. Wieviel Geld wird ausgegeben für Alkoholkranke?

    2. Wieviel Geld wird ausgegeben für Drogenkranke?

    Das fängt an mit dem Entzug, den daraus resultierenden Krankheiten, den Versuch Wiedereinzugliedern und und und..............

    Wer zwingt den Menschen Alkohlol zu trinken oder Drogen zu nehmen und somit abhängig zu werden?

    Eigentlich keiner! Wer zahlt die Zeche? Wir!

    Dazu ein Beispiel:

    In meinem Heimatort gab es einen jungen Mann, der geistig nicht allzusehr belichtet war, der mit der Wende den Boden unter den Füßen verlor und keinen familiären Halt mehr hatte (keine Ehefrau, Mutter längst verstorben und zu allem Unglück saß der Vater noch im Rollstuhl). Er fing an zu saufen und ging nie zum Doc. Mit 38 Jahren segnete er das Zeitliche.

    Fazit - das hat er selbst so gewollt und keine Kosten verursacht..........

    Gegenbeispiel - In der nahegelegenen Kleinstadt ist ein Zentrum für Suchtkranke, diese leben dort im betreuten Wohnen, werden  wiederaufgepäppelt und so weiter. Ab dem späten Nachmittag - heißt, wenn der Großteil der Betreuer das Lokal verlässt, dann schwirren sie zum nächsten Supermarkt und ziehen sich die Auerhähnchen (Hasseröder Bier) rein................Wer bezahlt, Kost, Logie, Betreuung usw???????????

    Ihr möget mir verzeihen.............

    Im krassen Gegensatz dazu steht die Krebserkrankung - fahren auf Sparflamme obwohl diese Betroffenen keinn Einfluß auf ihre Krankheit haben.

    Ich könnte noch weiter gehen nur laufe ich Gefahr mit meinen Ansichten aus dem Forum zu fliegen.

    Lydia, die von Dir angesprochene zu erwartende Zweiklassenmedizin möchte ich noch so weit korrigieren, dass sie das nicht nur in Privat- und Kassenpatient trennt sondern auch nach der Art der Erkrankung. Hat Jemand eine ehr exotische Erkrankung, dann ist er wieder interessant.

    Nun hoffe ich, nicht allzu sehr in den Fettnapf getreten zu sein.

    Sabine



    Unsere Mühe kann selbst unser Schicksal besiegen.
    (Römische Weisheit)
  • Posted: 09.12.2004, 19:32
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    Hallo Sabine

    Hier hast Du nicht ganz unrecht. Im Gesundheitswesen sollte überhauptnicht gespart werden. Was jedoch geschehen sollte, ist dass dieFinanzen effizienter eingesetzt werden sollten. Die Bürokratie sollteabgebaut werden. Und es sollten möglichst viele Arbeitsplätze anDirektbetroffene vergeben werden.

    Deine Ansichten über Alkoholismus zeigen, dass wir alle uns wesentlichbesser auch über die Ursachen Behandlungs- undRehabilitationsmöglichkeiten anderer Erkrankungen informieren sollten.Auf diese Weise könnten auch wir mehr Verständnis für deren Bedürfnissehaben. Sie zeigt aber auch, dass Du erkennst, dass viel zu wenig fürdie möglichst rasche Wiedereingliederung in ein normales Leben beiKrebskranken gemacht wird.

    Und noch was anderes ist mir wichtig. So lange wir nicht behandeltwerden und normal lebensfähig (arbeitsfähig, keine Schonung bedürfen,den Haushalt selbständig führen können, normal Reisetauglich sind ect.)sind wir, auch wenn wir erhöhte Tumormarker und vielleicht sogarTumormasse nachgewiesen haben, nicht krank (Versicherungstechnisch sindwir dennoch krank), sondern gesunde Menschen mit Behinderung oderMenschen mit eingeschränkter Gesundheit. Macht Euch bitte einmal dazuGedanken.

    Vielen Dank im voraus.

    Mit freundlichen Grüssen
    Liselotte
  • Posted: 09.12.2004, 19:40
       
    Liselotte
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    Liebe Sabine

    Leider habe ich vorher vergessen mich zu registrieren. Da ist meine HP http://mypage.bluewin.ch/liselottegraf . Dort kannst Du mich kennen lernen.

    Mit freundlichen Grüssen
    Liselotte

    Meduäres Schilddrüsenkarzinom, Aspergersyndrom, Übergewichtig, dunkelbraunes Haar, braune Augen, 167 cm grossäres
  • Posted: 10.12.2004, 08:09
       
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    BertramIch könnte noch weiter gehen nur laufe ich Gefahr mit meinen Ansichten aus dem Forum zu fliegen.


    Als Betreiber der Seite, auch wenn der Verein die Kosten trägt, bin ich verantwortlich für das was hier geschieht.
    Das Internet ist und war noch nie ein rechtsfreier Raum, das heisst wenn jemand auf diesen Seiten etwas veröffentlicht was den >>>Nutzungsbedingungen<<< widerspricht die jeder bei seiner Registrierung anerkannt hat dann bin ich verpflichtet dies zu unterbinden.
    Ansonsten könnte man mich persönlich haftbar machen für alles mögliche und sooo dick das ich mir das leisten könnte habe ich es auch nicht.

    Ansonsten bin ich ein strikter Verfechter der Meinungsfreiheit und niemand fliegt aus dem Forum weil er/sie seine Meinung vertritt.

    BertramWer zwingt den Menschen Alkohlol zu trinken oder Drogen zu nehmen und somit abhängig zu werden?

    Eigentlich keiner! Wer zahlt die Zeche? Wir!


    Tja, sicherlich wird niemand "gezwungen".
    Allerdings wenn ich so die "normalen" Familien sehe dann kann es doch nicht ausbleiben wenn Kinder schon frühzeitig lernen das Probleme am einfachsten mit einer Flasche Bier oder ein paar Schnäpskes aus der Welt gebracht sind.
    Keine Feier ohne Alkohol, keine Fröhlichkeit ohne Alkohol.
    Geh doch mal auf eine Feier und sage dann Du möchtest etwas Alkoholfreies.
    Ich möchte wetten die nächste Frage ist "Musst Du noch fahren?" Wenn Du dann darauf "Nein" antwortest und auch ansonsten keinen plausiblen Grund hast alkoholfrei zu bleiben dann wirst Du mit Sicherheit ziemlich komisch angekuckt!
    Unsere Gesellschaft toleriert doch Drogen, aber diejenigen die dann damit nicht zurechtkommen werden schnell ausgegrenzt. Was ist das für eine Moral die dahinter steckt?
    Warum ist es denn so das viele nur noch im Suff die Welt ertragen können?
    Weil sie einsam, allein und alleingelassen sind.

    Vater Staat ist doch hierzulande der grösste Dealer und verdient Milliarden an Alkohol und Tabaksteuer.
    Dann ist es nur gerecht und richtig wenn auch wiederum ein Teil des Geldes dafür ausgegeben wird um die armen Teufel die dadurch Krank werden zu therapieren.

    Wobei es so ist wie Du es schreibst. Es sind Kranke.
    Ein Alkoholkranker ist kein schlechterer Kranker als ein Krebskranker.
    Du willst einem Krebskranken keine Therapie verweigern aber einem Alkoholkranken schon???
    Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit.
    Ein Alkoholiker kann es sich nicht aussuchen ob er Alkoholiker wird oder nicht.
    Was er und auch der Drogenkranke sich hätte aussuchen können ist das erste Glas und der erste Schuss die erste Kippe...
    Danach gibt es keine freie Wahl mehr.
    Das hat nichts mit freiem Willen zu tun. Weil dies so ist und weil es wissenschaftlich belegbar und belegt ist bezahlen die Kassen und die öffentlichen Träger diese Dinge. Alles andere wäre unterlassene Hilfeleistung.

    Das alle gemeinsam die Zeche bezahlen ist nun einmal so. Und das das Ganze wirtschaftlich sein muss steht ja wohl auch ausser Frage. Und so traurig oder tragisch es in jedem Einzelfall ist, die Gemeinschaft muss nun mal haushalten.

    So weit mir bekannt ist gibt es in England z.B. keine Dialyse für über 60 Jährige, einfach weil die Folgekosten nicht mehr bezahlbar sind.

    Medizinischer Fortschritt ist eben nicht für alle bezahlbar sondern ja auch immer mit Geschäft und Geschäftemacherei verbunden. Das war aber noch nie anders, nur ab und zu fällt es eben mehr oder weniger auf.

    Gruss, Admin aka Eberhard
  • Posted: 10.12.2004, 09:22
       
    kasey
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    Uff,

    hier habt ihr aber sehr heisse Eisen angefasst,
    ich kann mich leider dazu auch nicht so ausgewählt ausdrücken.
    Sabine,
    du sprichst die Vorsorgeuntersuchungen an,
    diese kann man ja schon in Anspruch nehmen, nur nicht mit Bonusheft, ja,,
    bloss-
    was machst Du mit denen die das nicht freiwillig und von selber machen?
    Schleppst Du die dann mit Gewalt zum Arzt?
    (Verzeih mir diese Kritik...)
    Man ist frei in seinem Willen, aber jeder hat auch irgendwie eine innere Hemmschwelle zum Arzt zu gehen, eine innere Angst ist da: "Vielleicht findet er ja was?
    Also geh ich lieber nicht zum Arzt!"
    Verdrängen nennt man so was ja wohl auch...
    Das ist nicht richtig, ich weiss....
    Aber machte das Deine Mutter nicht auch so?? (Du hast mir das schon mal erzählt, oder geschrieben)
    Es war falsch, aber irgendwie----kann ich ihre Handlungsweise verstehen.

    Ich habe meinen dicken Lymphknoten am Hals auch Jahrelang verdrängt, jetzt hab ich die Quttiung dafür......bin ich auch so ein Fall??

    Obwohl ich vorher beim Operieren eines Kalten Knotens war und dieser angeblich
    gutartig war habe ich dann die Nachsorge dieses doofen Knotens verschlampt, ich habs verdrängt, jawohl, dachte da ist schon nichts....

    Wie vielen anderen geht es wohl so?
    Zum anderen Thema:
    Kinder und Jugendliche werden heutzutage vielfach völlig unbeabsichtigt in die Sucht getrieben z.B.
    Alkopops als Einstieg, schmeckt lecker, aber keiner merkt wie gefährlich das Zeug ist.

    In den Discos giltst Du nur was wenn du Extasy nimmst oder was weiss ich...
    die Kids werden unschuldig in so was rein getrieben,
    und wer ist mit schuld?

    Ja auch der Staat, unsere tolle Politik.

    IDie Grenzen sind fliessend....
    leider,
    ich kann Sabine verstehen, muss aber auch Eberhard recht geben.

    UND ICH FÜHLE MICH ABSOLUT HILFLOS!!!

    Wir werden immer mehr in die Zweiklassenmedizin hineingetrieben, ob wir wollen oder nicht.
    Ich glaube hier könnten wir uns wirklich in Haare kriegen deswegen.

    Aber wir sind ja lieb und freundlich!

    Liebe Grüsse
    Lydia







    Zwei Gefangene sahen durch ein Gitter in die Ferne, der eine sah den Schmutz der andere die Sterne
  • Posted: 11.12.2004, 00:00
       
    Liselotte
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    Hallo Eberhard

    Deine sehr ist sehr interessant und weisst auf einen schweren Misstand in England hin. Dass dort über 60 Jährige keine Dialyse mehr bekommen ist bedenklich und eine Sauerei.

    Mit freundlichen Grüssen
    Liselotte

    Meduäres Schilddrüsenkarzinom, Aspergersyndrom, Übergewichtig, dunkelbraunes Haar, braune Augen, 167 cm grossäres
  • Posted: 11.12.2004, 11:47
       
    Marcus
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    Schluckkkkk ......

    in dieser Sache wird wohl verständlich unterschiedlich kritisiert.
    Wenn ich die Zeilen,ich nenne ihn mal Bericht,von Sabine lese,
    da kann auch ich ihr teilweise zustimmen.
    Jeder von Euch,ob es Eberhard, Lydia oder auch du Sabine,
    haben Stickpunkte angesprochen die ganz richtig sind,
    d.h. jeder von Euch hat recht mit seiner Auffassung
    Mit dem Alkoholismus ist es auch eine Sache für sich,
    jeder wird nun mal nicht zum Alkoholiker geboren,
    er wird durch seine Erziehung,seiner Entwicklung durch das mitteinander Leben dazu gefördert Alkohol zu sich zu nehmen.
    Eberhard hat vollkommen recht mit dem Verzehr von Alkohol auf Partys e.t.c.
    In der heutigen Gesellschaft ist es schon so,
    trinkst Du nicht mit....?!..bist du langweilig und gehörst nicht mehr der Gruppe an,
    so ist es auch heute bei vielen Jugendlichen, insbesondere an den Schulen.
    Eine negative Erziehung, Förderung, Entwicklung eines Menschen fördert die Einnahme entsprechend der angesprochenen Punkte wie Drogen und Alkohol.
    Ich sehe das so,das auch diesen Menschen eine erfolgreiche Therapie zugute kommen muß.
    Im großen und ganzen habe alle hier ein wenig recht,
    mit den dargelegten Meinungen.

    Krebskrank - Drogenkrank - Alkoholkrank sind alles anerkannte Krankheiten,
    wie jeder zu diesen Krankheiten kommt,ist natürlich unterschiedlich.

    - Der andere hat mehr Schuld als der andere, der andere mehr der andere weniger und der daneben hat gar keine Schuld.

    - Jeder hat daher ein Recht auf eine erfolgreiche Therapie,
    die auch von der Kasse bezahlt werden muß.

    PS: Ich bin morgen am Sonntag um 18 :00 Uhr im Chat,
    vielleicht habt Ihr ja Lust und schaut mal rein.

    Einen schönen Gruß
    Marcus







    -Gib jedem Tag die Chance,der Schönste deines Lebens zu werden.

    - Jeder Tag ist ein Kleines Leben.


    http://www.sd-krebs.de








  • Posted: 12.12.2004, 11:32
     
    Bertram
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    Endlich gelesen..........

    Hallo an Alle,

    werde natürlich noch meinen Senf zu Euren Beiträgen alassen. Im Moment bin ich nur froh, wieder da zu sein, da ich nicht weiß, wie lange die Freude anhält schreibe ich meinen Komentar hoffentlich heute Abend. Sollte mein techn. Mitarbeiter dann nicht wieder vom Wurm beeinflußt werden.

    Viele Grüße

    Sabine

    PS: Danke Lydia für den Anruf - das Du mich vermißt hast.................

    Unsere Mühe kann selbst unser Schicksal besiegen.
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  • Posted: 13.12.2004, 12:24
     
    Bertram
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    Das ist der 2. Versuch, hier noch ein wenig rumzuigeln. Meinen Bericht von gestern Abend habe ich nicht absenden können.

    Ich versuche mal einzeln zu antworten:

    Für Lydia!

    Das man die Menschen nicht unfreiwillig zur Vorsorgeuntersuchung schleifen kann ist logo, da dies ansonsten fast einer Entmündigung oder einer Zeitreise in die Vergangenheit bedeuten würde, wo vor 200 Jahren Personen, die nicht in das Regime passten öffentlich an den Pranger gestellt wurden. Das geht viel einfacher. Mein Vorschlag umschreibe es gleich noch einmal wäre ja eine Vorsorge für Mann/Frau sagen wir mal ab einem vollendeten Lebensalter von 40 jahren, in turnusmäßigen Abständen von genau 3 Jahren.
    Die Krankenkassen erfassen über die Chipkarte die erledigten Vorsorgeuntersuchungen. Der große Rechner dort hat ein Programm drauf, dass anhand dieser persönlichen Informationen jeden Einzelnen ein grünes Licht angeht - bedeutet, der Mensch hat seine Vorsorgeuntersuchung gehabt. Nun sind 3 Jahre um und die nächste ist ran, kommt der Patient also zur Untersuchung ist alles in Ordnung, geht er nicht, dann leuchtet die rote Lampe bei der KK und ab dem nächsten (überfälligen Monat) wird ohne Vorankündigung der reguläre monatliche Krankenversicherungsbeitrag um 50 Euronen erhöht.

    Glaube mir, egal ob arm oder reich, wenn es um den eigenen Geldbeutel geht, dann flitzen Alle zur "freiwilligen" Vorsorge. Damit soll in allererster Linie das Erkennen von kostenintensichen Erkrankungen und deren anschließende Behandlung minimiert werden. Denn ich denke, dass Vorbeugen immer noch besser ist.

    Meine Mutter hatte ich angefügt, da sie ja ein für mich lebendiges Beispiel für die Schlampigkeit ist. Und das Schlimmste, dass sie durch die fehlende Vorsorge nicht nur Kosten verursacht hat (sorry hört sich bannig doof an - find keine besseren Worte) sondern sogar noch an der fortgeschrittenen Krankheit ruck zuck gestorben ist.

    Für Eberhard und Marcus!

    Eberhard ich habe "0"-Verständnis für Leute die Saufen und Drogen nehmen. Wie Marcus schreibt: Man wird damit nicht geboren! Dem kann ich mich nur anschließen und weiter sagen, es liegt an Jedem selbst, wie er sein Leben gestaltet. Mit Alkohol und Drogen werde ich kein besserer Mensch, auch wenn ich in der Anfangsphase gut drauf bin. Kommt die Abhängikeit, dann habe ich noch mehr Probleme als vorher.
    Das sich Jugendliche mal austesten und sich den Kanal vollkippen ist glaub ich normal, nur das darf kein Dauerzustand werden. Entschuldigungen, wie damit man dazu gehört oder das kommt schon aus dem Elternhaus lasse ich persönlich nicht zu,.

    Beispiel:

    In unserer Straße wohnt ein Mann (ca. Mitte 50), der Alkoholiker ist. Ohne Arbeit und Frau weggelaufen. Wohnung wird vom Sozialamt bezahlt und und und.
    Der trinkt schon gak kein Bier mehr - jede Woche nur Schnaps in Kisten........
    Geht der Fernseher kaputt, dann kommt das Landkreisauto und es buckeln sich zwei Leute mit einem anderen Gerät für ihn in seine Hütte.

    Findet Ihr das schick? Ich nicht, denn wenn mir der Fernseher kaputt geht, dann muss ich meinen Geldbeutel zücken - ist nichts drinn, dann muss ich warten. Wer zahlt die Zeche? Wir, die wir arbeiten. Erwähnen muss ich noch, dass er ja einige KH-Aufenthalte hinter sich hat, nach diesen kam jedesmal der Pflegedienst.............

    Für Marcus!

    Ich traue es mir nicht, ein Zitat einzufügen, versuchs mal sinngemäß aus dem Kopf.
    Du hast geschrieben, dass egal ob Alkohol-/Dorgen- oder Krebskranken eine Reha
    zusteht! Hm, irgendwie hast Du nicht ganz unrecht, nur sollen wir Alle die selbstverschuldete Suchtabhängikkeit bezahlen. Wer zwingt den den Menschen zu solchen Einnahmen (Alk/Dropsen)? Aus meiner Sicht Keiner, also bin ich nicht bereit dafür zu zahlen. Es wäre sicherlich eine andere Situation, wenn es unserem Land wirtschaftlich sehr gut gehen würde, heißt das es nicht so viele Arbeitslose gibt, das Finanzen für die "eigentliche" Gesundheitsproblematik gibt und wir uns das damit leisten könnten. Aber diese Versuche zu rehabilitieren, wiedereinzugliedern usw. fruchten doch nicht zu 100 Prozent. Die stehen aus meiner Sicht in keinem Verhältnis zu den Kosten.

    Mache mal schnell Schluß, sonst bekomme ich von meinem 2. Chef noch die Kündigung ausgesprochen.

    Viele Grüße

    Sabine

    Unsere Mühe kann selbst unser Schicksal besiegen.
    (Römische Weisheit)
  • Posted: 13.12.2004, 13:19
       
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    BertramEberhard ich habe "0"-Verständnis für Leute die Saufen und Drogen nehmen. Wie Marcus schreibt: Man wird damit nicht geboren! Dem kann ich mich nur anschließen und weiter sagen, es liegt an Jedem selbst, wie er sein Leben gestaltet. Mit Alkohol und Drogen werde ich kein besserer Mensch, auch wenn ich in der Anfangsphase gut drauf bin. Kommt die Abhängikeit, dann habe ich noch mehr Probleme als vorher.


    Mit der Veranlagung zum Alkoholismus wird man geboren.
    Dies ist eine wissenschaftlich bewiesene Tatsache.
    Ein Alkoholiker kann es sich nicht aussuchen ob er abhängig wird oder nicht.
    Das lässt sich nun mal nicht wegdiskutieren.

    Bei anderen Drogen ist es sicherlich so das man sich vor dem ersten Genuss noch entscheiden könnte.
    Danach aber auch schon nicht mehr wirklich....
    Das mag eine Charakterschwäche sein, aber Charakter wird eben nicht nur angeboren sondern ganz entscheidend durch die Umwelt vermittelt.

    Das man mit Alkohol kein besserer Mensch wird ist eine Erfahrung die einem erst das Leben selber gibt, zu dem Zeitpunkt an dem man diese Erkenntnis gewinnt kann es aber leider schon zu spät sein weil die Krankheit schon voll ausgebrochen ist.

    Schau Dir nur mal die Werbung an die für Alkohol überall gemacht wird. Wenn es danach geht dann bist Du nur damit gut drauf....
    Wenn Du gegen Alkohol und Drogen bist dann muss Du zuallerst gegen die Dealer vorgehen. Du schlägst auf die armen Schweine ein, die am Ende der Kette sind und nicht auf die eigentlich Schuldigen. Was für einen Sinn macht das????
    Kann ich nicht erkennen...sorry...

    Bei Zigaretten wird ja immerhin schon ein Anfang gemacht.
    Aber auf welcher Bier oder Schnapsflasche steht denn so ein Aufkleber?
    "Achtung, der Genuss einer Flasche Bier kann ihr Leben zerstören!"

    QuoteGeht der Fernseher kaputt, dann kommt das Landkreisauto und es buckeln sich zwei Leute mit einem anderen Gerät für ihn in seine Hütte.

    Findet Ihr das schick? Ich nicht, denn wenn mir der Fernseher kaputt geht, dann muss ich meinen Geldbeutel zücken - ist nichts drinn, dann muss ich warten. Wer zahlt die Zeche? Wir, die wir arbeiten. Erwähnen muss ich noch, dass er ja einige KH-Aufenthalte hinter sich hat, nach diesen kam jedesmal der Pflegedienst


    Geht es darum das schick zu finden...nein...es geht darum das er etwas bekommt weil es nun einmal Regelungen und Gesetze gibt die es diesen Menschen ermöglichen bestimmte Leistungen der Gemeinschaft in Anspruch zu nehmen.
    Es ist wahrscheinlich so das manche zu Unrecht Sachen bekommen die ihnen nicht zustehen...Dann muss eben besser geprüft werden....
    Aber man sollte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.
    Zumal von aussen alles meistens ganz anders aussieht als es tatsächlich ist und jeder Einzelfall auch so betrachtet werden muss. Man sollte nie über einen Kamm scheren was man nicht kennt.

    Das ist ein ziemlich heisses Eisen sich darüber aufzuregen was anderen nun zusteht oder nicht.

    Ich ärgere mich z.B. seit 1994 darüber auf das ich monatlich einen Solidaritätsbeitrag leisten muss für die neuen Bundesländer.
    Da zahle ich nun Geld für Leute die ich nicht kenne, die nie zu mir gehört haben und zu denen ich nicht gehöre und mit denen mich aber auch rein gar nichts verbindet.
    Nur, das ich mich darüber ärgere heisst nicht das ich es nicht akzeptiere, es ist zumindest ansatzweise auf demokratischem Weg zustandegekommen.


    Gruss, Admin aka Eberhard
  • Posted: 13.12.2004, 15:47
     
    Bertram
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    Hallo Eberhard,

    Lydias Anliegen im Beitrag war, was ist los mit dem Gesundheitssystem - entsteht eine Zweiklassenmedizin - wie seht Ihr das? (sinngemäß)

    Vielleicht habe ich das Thema Sucht für einige zu dramatisch dargestellt. Es tut mir nicht leid, da dies wie ich schon wiederholt angeführt habe meine ganz persönlich Meinung ist. Dazu stehe ich auch. Ich hätte unter Umständen das schwarze grau malen könne, nur das ist gar nicht meine Art. Ich bin ein Mensch, der das sagt was er denkt und keine Schönfärberei der eigenen Einstellung einem Anderen gegenüberbringt

    Natürlich gibt es die unterschiedlichsten Meinung zu dieser gesamten brisanten Thematik und das ist auch gut so. Sonst wären wir ja Alle wie Maschinen.

    Die Problematik Solidarbeitrag würde auch zu heftigen Diskussionen führen. Deine Ausführungen zeigen, dass Dich dies anmacht. So hat Jeder in irgend einer Sache was persönliches zu meckern. So wie Du schreibst, die Ossis interessieren mich nicht - hab keine Verbindung usw. ist meine Meinung zu dem anderen Thema.

    Sabine

    Unsere Mühe kann selbst unser Schicksal besiegen.
    (Römische Weisheit)
  • Posted: 13.12.2004, 19:09