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Neues aus Hannover
  • verfasst: 19.10.2007, 11:50
     
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    Hallo ,

    habe heute den langersehnten Anruf der Medizinischen Hochschule bekommen:

    Montag früh ins PED,

    Dienstag früh Knochensynthigraphie

    Und am 1.11. Termin zu einer Sprechstunde bei einem Professor, der sich meiner Leber annehmen wird.

    Die Leber ist befallen, da sich aber der Tumorwert nicht groß verändert hat, geht man davon aus, dass der Krebs nicht explosionsartig gewachsen ist und die Metastasen schon vorher da waren, jetzt aber erst sichtbar geworden sind.
    Aufgrund der Menge ist eine Operation nicht machbar, ebenso wäre eine Transplantation nicht von Erfolg.
    Um das zu kontrollieren muß ich Montag und Dienstag in die MHH.

    Danach werde ich im November für 8 Tage in die MHH müssen. Dort wird mir eine Chemo-Theraphie verabreicht, die durch die Ader mit einem Schlauch im Bein bis an die kranken Stellen in der Leber geführt wird und dort gezielt zum Einsatz gebracht wird. Das ist vergleichbar mit kleinen Bällen, die genau die Adern verstopfen werden, die die Metastasen brauchen, um Nahrung aufzunehmen. Sie werden regelrecht ausgehungert. Es sollen Nebenwirkungen auftreten, diese sollen aber minimal sein, meine Haarpracht werde ich behalten.



    Diese Art der Therapie kann man dann später immer wieder gezielt anwenden, sobald sich neue Herde gebildet haben. Man kann den Krebs nicht entfernen, aber gezielt auf Jahre aufhalten.

    Ist doch auch was, wo ich mich sowieso von dem Gedanken schon lange gelöst habe, einmal geheilt zu werden. Hautsache ich bin dann wieder richtig gesund.
    Jetzt wollen wir Montag und Dienstag erst einmal sehen, ob und wie weit sich der Krebs ausgebreitet hat.



    Nach der Diagnose geht es mir erst einmal wieder besser. Ist schon hart, immer auf irgendetwas zu warten. Zwei Jahre sind damit dahingegangen, jetzt ist endlich was gefunden.

    Das wird schon.



    Ein schönes Wochenende



    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.
  • verfasst: 19.10.2007, 12:14
     
    Ede
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    Hallo Popsinger,

    ich wünsche Dir alles Gute. Irgendwie ist man erleichtert wenn endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden.
    Ich drücke Dir die Daumen, und hoffe dass die Therapie Erfolg hat.

    Liebe Grüße
    Birgit

    http://www.c-zell-karzinom-online.info/html/modules/typetool/pnincludes/emotion/yinyang.gif "wait and see" http://www.c-zell-karzinom-online.info/html/modules/typetool/pnincludes/emotion/yinyang.gif
  • verfasst: 19.10.2007, 18:19
     
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    Lieber Popsinger,

    ich drücke dir auch ganz fest die Daumen, dass die Therapie im November die Metastasen zerstört!
    Diese Chemo-hat sie etwas mit dem Medikament Sirtex zu tun, weißt du das?
    Viel Erfolg!
    Ulla
  • verfasst: 20.10.2007, 08:35
     
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    Hallo Ulla, es wurde mit HEidelberg darüber gesprochen, jedoch will man erst einmal den Erfolg der Therapie der Medizinischen Hochschule abwarten. Habe am 1.11. ein Sprechsstunde bei dem Professor, der die Therapie durchführen wird. Werde Augen und Ohren offen halten und dann hier schreiben, um was und mit was es sich handelt.

    Zactima z.B. kam nicht mehr zum Zuge, da bereits alle 246 PAtienten in Deutschland rekrutuert wurden und in eine laufende Studie kann man nicht mehr einsteigen. Jedoch will man dort auch " an Ball bleiben ".

    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.
  • verfasst: 21.10.2007, 14:49
     
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    Hallo Popsinger,

    wahrscheinlich bekommst Du eine Chemoembolisation der Leber, das hatte ich auch und die Lebermetastasen liessen sich dadurch sehr gut in den Griff bekommen, ich wünsche Dir alles Gute dabei.

    Wegen Zactima - ich glaub die Schweiz schließt noch bis Frühjahr 2008 Patienten ein, solltest Du interesse haben, dann kann ich Dir gerne die Kontaktdaten geben, melde Dich einfach.

    Liebe Grüße aus München
    Katja
  • verfasst: 23.10.2007, 05:13
     
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    Hallo Katja,
    danke für die angebotene Hilfe !
    Hier sind bereits alle Weichen gestellt. Die Medizinische Hochschule darf das Medikament selber im Rahmen von Forschungen anwenden.
    Heute noch mal zur Knochenuntersuchung und dann habe ich am 1.11. Sprechstunde. Da wird mir dann der genaue Ablauf und der Termin, wann es losgeht, mitgeteilt.

    Warst Du lange wegen der Chemo im Krankenhaus ? Welche NEbenwirkungen gab es ?


    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.
  • verfasst: 23.10.2007, 18:58
     
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    Hallo Popsinger,

    also ich hatte insgesamt 9 Sitzungen, also alle 4 Wochen eine. Ich hatte mich mit den Ärzten so arrangiert, daß ich immer im Laufe des Donnerstag angereist bin, am Freitag vormittag war dann die Chemoembolisation (hat glaube ich so ca. 2 Stunden inkl. vorbereitungszeit gedauert) Dann mußte ich immer 24 Stunden liegen weden des Druckverbandes in der Leiste. Die ersten Male bin ich dann immer Sonntags wieder heimgefahren, die letzten Male bin ich dann schon immer Samstags wieder gefahren. Ich glaube es kommt darauf an, wie es einem selber geht und was man mit den Ärzten ausmacht. Ich wollte halt immer schleunigst wieder nach Hause.

    Nebenwirkungen hatte sich so nicht wirklich. Während der Behandlung hatte ich meistens ein Druckgefühl im Oberbauch, manchmal kamen auch Übelkeit und Kreislauf "wehwechen" dazu. Ich nenne es absichtlich wehwehen, denn es war sicherlich nicht angenehm, aber es war auf alle Fälle auszuhalten. Meistens hatte ich die ersten zwei Tage zu Hause noch eine leichte Übelkeit und so "Bauchdrücken" - also ich nannte das Gfühl immer "nicht Fisch und nicht Fleisch", aber wie gesagt, jeder wird das anders empfinden und jeder Körper reagiert ja auch sicherlich anders darauf.

    Ich wünsche Dir alles Gute und vor allen Dingen den gewünschten Erfolg!
    Lieben Gruß
    Katja Redon
  • verfasst: 24.10.2007, 07:32
     
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    Danke für Deine schnelle Antwort !

    Klingt doch recht überschaubar und wenn sich dann auch noch Erfolge einstellen, können wir wohl mit Recht sagen, daß wir schon Schlimmeres durchgestanden haben.



    editiert von: Popsinger, 24.10.2007, 07:32 Uhr

    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.
  • verfasst: 01.11.2007, 17:22
     
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    Das war ein Tag, den ich so schnell nicht wieder geschenkt haben möchte:
    Mir wurde eröffnet, dass es das erste Mal bei mir ist, daß der Krebs durch Gabe eines Kontrastmittels ( 74 MBq Ga—68-DOTATOC nach 45 Minuten ) in all seiner Schrecklichkeit sichtbar wurde.
    Nicht nur in der Leber, auch im Skelettbereich ( Wirbelsäule, Becken, Rippen und Unterkiefer ) wurden krankhafte Zellen sichtbar.
    Gemäß dem Motto: Nur was ich sehe, kann ich bekämpfen, folgten Gespräche mit den Professoren der Endokrinologie, der Onkologie, der Nuklearmedizin und auch Professor Raue, als Kenner meiner Erkrankung, wurde telefonisch um seinen Rat gebeten.
    Schlußendlich haben wir uns für eine Strahlentherapie mit Namen Lutetium-DOTATOC 177 entschieden, da diese die geringsten Nebenwirkungen und den bestmöglichsten Erfolg verspricht.
    Bereits nächsten Freitag wird ein Nierenfunktionstest durchgeführt und innerhalb der nächsten 14 Tagen soll bereits die Therapie starten.
    Ich werde eine 10minütige Infusion erhalten, darauf hin werde ich voraussichtlich 2 bis maximal 5 Tage in stationärer Behandlung bleiben müssen, weil es a) die Richtlinien des Strahlenschutzes vorschreiben und b) evtl. Nebenwirkungen sofort vor Ort behandelt werden können.
    Die nächsten 12 Wochen muß ich dann einmal wöchentlich vom Hausarzt untersucht werden und im Laufe von einem Viertel Jahr wird in der Medizinischen Hochschule dann kontrolliert ob und in welchem Ausmaße die Therapie angeschlagen hat.
    Da niemals vorher genau feststeht, welche Menge des Lutetium notwendig ist, den Tumor zu zerstören, kann es vorkommen, dass die Therapie ein oder zweimal wiederholt werden muß.

    Im Großen und Ganzen brachte der Tag heute sehr viel Streß , aber auch viele neue Erkenntnisse und die Gewissheit, dass man nun endlich etwas unternehmen kann.


    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.
  • verfasst: 02.11.2007, 09:48
     
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    Heute kam ein Anruf der MHH.

    Therapie-Beginn: 20.11.07

    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.
  • verfasst: 02.11.2007, 09:56
     
    gela
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    Hallo Popsinger,

    wünsche dir für deine Strahlentherapie viel Erfolg.

    Gruss gela thumbsup thumbsup thumbsup thumbsup
  • verfasst: 04.11.2007, 17:40
     
    Ede
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    Hallo Popsinger,

    ich wünsche Dir, dass die Therapie anschlägt und erfolgreich ist. Halte uns auf dem Laufenden. Bin sehr gespannt wie sich alles entwickelt.

    Bis dahin top

    Viele Grüße
    Birgit

    http://www.c-zell-karzinom-online.info/html/modules/typetool/pnincludes/emotion/yinyang.gif "wait and see" http://www.c-zell-karzinom-online.info/html/modules/typetool/pnincludes/emotion/yinyang.gif
  • verfasst: 06.11.2007, 11:11
       
    kasey
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    Hallo!

    Auch von mir- viel Erfolg und keine Nebenwirkungen!!

    Gruss
    Lydia

    Zwei Gefangene sahen durch ein Gitter in die Ferne, der eine sah den Schmutz der andere die Sterne
  • verfasst: 08.11.2007, 17:03
     
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    Hallo,

    auch ich wünsche dir viel Erfolg mit der Behandlung !!!


    Gruß
    Reinhard
  • verfasst: 09.11.2007, 21:15
     
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    Ich bin neu, habe allerdings als Gast viele Beiträge gelesen. Ich möchte für die bevorstehende Therapie alles Gute wünschen und drücke ganz fest die Daumen.
    Alles Gute
    Marina

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