Hallo alle zusammen.
Nach längerer Zeit möchte ich mich mal wieder melden, da sich seitdem doch einiges ereignet hat.
Am 4.4.07 war ich nun zur Untersuchung in der MHH. Dort ist sozusagen alles gemacht worden - von Blut-, Urinuntersuchung,
Pentagastrintest, Ultraschall Hals und innere Organe, Hormonbestimmungen, Einstellung auf
Thyroxin bis hin zum Gentest.
Wie bereits vermutet, ist der Gentest positiv ausgefallen. Der Pentagstrintest hat einen deutlichen Anstieg auf 1412 pg gezeigt und der Calcitoninwert war auch wieder leicht gestiegen - auf 83 pg. Die bildgebenden Verfahren zeigten keinen Befund. L-Thyroxin wurde auf Grund des festgestellten Wertes in der Dosis verringert (von 150 auf 125).
Auf Grund des Anstiegs aus dem Pentagastrintest war ich dann im September zum
DOTATOC-
PET-
CT. Mit meinem neuen Hausarzt ist das Bekommen der nötigen Überweisungen übrigens überhaupt kein Problem. Auch meine Krankenkasse macht erfreulicherweise keine Probleme.
Im Oktober war ich dann wieder zur 1/2 jährlichen Kontrolle - mit dem Programm Blut-, Urinuntersuchung, Tumormarker sowie der Besprechung des Ergebnisses des Pet-Ct. Das Pet-CT brachte auch kein positives Ergebnis. Allerdings hatte man mir auch bereits vorher signalisiert, dass man auf Grund der doch sehr niedrigen Werte auch nicht unbedingt damit rechnen würde.
Es folgte dann ein sehr ausführliches Gespräch über die Möglichkeit, den Nutzen und die Risiken einer weiteren Hals-Operation zwecks Entfernung der
Lymphknoten. Auf Grund dieses Gesprächs sind wir zu dem Ergebnis gekommen z. Zt. keine weitere
OP zu machen. Stattdessen bleibe ich weiter in 1/2jährlicher Beobachtung. Den nächsten Termin habe ich dann im April 2008.
Die MHH steht auf dem Standpunkt, dass und solange kein sichtbarer Befund vorliegt und ich persönlich mit dem Gedanken, dass da irgendwo noch was in mir ist, klarkomme, eine
OP nicht erfolgen sollte. Man möchte schließlich keine Laborwerte therapieren.
Ich muss sagen, dass ich mich in der MHH wirklich in guten Händen fühle und zum ersten Mal auch das Gefühl habe, dass ich mit Ärzten reden kann, die wissen, was gemacht werden kann.
Ansonsten bin ich inzwischen ziemlich zur Ruhe gekommen und denke auch nicht ständig an die Krankheit. Allerdings haben einige von euch ja auch deutlich andere und wesentlich größere Probleme als ich.
Gruß
Reinhard